Festspielhaus St. Pölten: R. Strauss: Eine Alpensinfonie

Besser hätte der Termin gar nicht fallen können: Ein üppig besetztes Orchester (über hundert Musiker) entführte an einem Sommerabend die Zuhörer in die Berge und ließ sie von kommenden Wanderungen in den Alpen träumen. Urlaub, Freiheit und Corona adé -all das schwebte wohl an diesem Abend zwischen den Noten mit. Wie anzunehmen ist, beherrschte in erster LInie das Thema „Natur und Bergwelt“ die Zuhörer. Die von Strauss angedachte und hineinkomponierte Verherrlichung eines „Helden“, der im Einklag mit der Natur lebt, das Christentum siegreich überwunden hat, wird wohl eher in den Hintergrund getreten sein. (Uraufführung 1915)

Es spielte das Niederösterreichische Tonkünstlerorchester unter der Leitung von Yutaka Sado

Foto: © Johannes Brunnbauer

Denn unter dem einfühlsamen Dirigat von Yukata Sado konnte und wollte man sich den deutlich hörbaren Signalen wie Kuhglocken, Vogelgezwitscher und Rauschen des Wassers nicht entziehen. Wuchtig begann es mit einem strahlenden Sonnenaufgang, der Gang zum Gipfel war von leichten Gewitterstörungen begleitet. Oben angelangt entstanden die Bilder einer „Zauverlandschaft“, Abstieg und Heimkehr führten in den Frieden eines Dorfes zurück. Das Tonkünstlerorchester verabschiedete sich mit dieser großartigen Leistung in die Sommerpause, das Publikum dankte mit langem Applaus.

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