Lena Johannson, Die Malerin des Nordlichts. Aufbau Taschenbuch

Faszinierend ist die Geschichte leider nicht geschrieben. Hätte aber sein können. Die ziemlich unbekannte Malerin Signe Munch, Nichte von Edvard Munch, später Signe Munch-Siebke, hat eine interessante Lebensgeschichte. !922 lässt sie sich, 38 Jahre alt, von ihrem Ehemann scheiden und beginnt endlich, was sie schon immer tun wollte – malen. Ihre künstlerische Entwicklung reicht von realistischen Darstellungen bis zu leichten Abstraktionen. Sie engagiert sich für junge Künstler, positioniert sich als Frau in der Künstlerszene. Als sie ihre große Liebe Einar Siebke heiratet, scheint das Glück vollkommen. Doch die Deutschen besetzen Norwegen und die beiden engagieren sich im Widerstand, werden festgenommen. Ihr Mann kommt um, sie überlebt.

In diesem Leben waren viele Spannungen und Dramen zu bewältigen. Es wäre interessant, vor allem Signes Weg zur anerkannten Malerin deutlicher zu machen. Leider bleibt die Autorin in detailverliebten Schilderungen der Natur, die sich allzu oft wiederholen, und in langatmigen Liebesgeschichten stecken. Spannend wird es erst im letzten Drittel, als es um den Widerstand gegen die deutsche Besatzung geht.

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