Martina Gedeck und Vienna Clarinet Connection im Theater Akzent

Ein intensiver Abend über die Bukowina, die einst zur Habsburger Monarchie gehörte. Martina Gedeck las Texte von Paul Celan, Rose Ausländer, Karl Emil Franzos u.a. Für die musikalische Untermalung sorgte das „Vienna Clarinet Connection“ Ensemble. Zusammengestellt wurde der Abend von Alexander Kukelka, Komponist, Autor und Regisseur. Die Texte umfassten die Zeit von der Mitte des 19. Jahrhunderts, als das Gebiet von Deutschen, Juden, Russen und anderen Ethnien bewohnt war, bis nach dem Zweiten Weltkrieg, als es zwischen der Ukraine und Rumänien aufgeteilt wurde.

Martina Gedecks ruhige und sehr intensive Vortragsweise hob die Kultur- und Völkervielfalt aus der Vergangenheit heraus in die Gegenwart. Man schmunzelte über die Erzählung (von wem?) über Kaiser Franz Josef, der an einem Hering fast erstickt wäre, über die schlauen Bewohner, die die Eisenbahnschienen stehlen.

Foto: Karel Kühne

Man erlebte die Zeit der Verfolgung und die tiefe Sehnsucht des Dichters Paul Celan nach dem Land, das einst Heimat war und nun zerrissen und von der Welt vergessen ist. Schade, dass kein Programmzettel vorhanden war. Denn man hätte schon gerne gewusst, von wem die Texte waren. Nicht alle ließen sich eindeutig zuordnen.

http://www.akzent.at