Silvester im Akzent mit Kristina Sprenger und Gerold Rudle.

Kristina Sprenger & Band: Rendezvous mit Hildegard.

Hildegard Knef. Foto: Wikimedia Commoms

Kristina Sprenger, Sängerin und Schauspielerin, vielen bekannt auch als Intendantin des Berndorfer-Stadttheaters, wagte sich an die Ikone Hildegard Knef. Im ersten Teil breitete sie im Schnelldurchlauf das Leben Knefs bis zu ihrer Heirat mit David Cameron aus. In einem Outfit zwischen Brecht (die Kappe) und dem Stil der 1920er Jahre (Paillettenkleid) sang sie Knefs Lieder gekonnt, jedoch ohne den Schmelz und die Erotik der Hildegard, sprach über ihre Erfolge und Misserfolge in der Film- und Bühnenbranche in Europa und den USA. Nach der Pause wurde es bitter-süß. Krisitina Sprenger im romantischen Abendlook erzählte über Knefs große Liebe zu David Cameron, die harte Zeit der Scheidung und den Beginn ihrer Krebskrankheit. Ein Abend, der durchaus als Silvesterprogramm taugte: Man wurde nachdenklich, überlegte, „was wäre, wenn die Welt zu ändern wäre…“ Und so manche Zuhörerin wird wohl zustimmend genickt haben, als Kristina Sprenger sang: “ Ich möcht nicht allein sein, und doch frei sein“. Die von ihr selbst verfasste Biografie „Der geschenkte Gaul“ wäre eine gute Ergänzung zu dem Abend.

Gerold Rudle: „Na prost!“

Foto: Manfred Baumann

Gerold Rudle, bekannter Kabarettist, auch bekannt aus der Film- und Fernsehszene, unterhielt das Publikum vor und nach Mitternacht mit Kurzgeschichten und Witzen aus dem Alltagsleben. manchmal halt auch nur Witzchen. Da gab er der Polizei Saures, machte sich über die Selfiemanie, die Foodfotografie lustig, zog die Generation der Facebookanhänger durch den Kakao. Manche Schüsse gingen auch unter die Gürtellinie – aber was solls! Es war Silvester.

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