Neuer Küchenchef im Restaurant „At eight“ im „The Ring Hotel“, Wien

Sollten Sie die Autos gegen die Ringeinbahn fahren sehen, das Hotel Bristol und die Oper auf der verkehrten Seite lokalisieren oder die Straßenbahnen gefährlich vor einem Zusammenstoß glauben, dann haben Sie dennoch alle Sinne beisammen und nicht zu viel über den Durst getrunken. – Alles ist in Ordnung, Sie können beruhigt ihre Vorspeise weiter genießen. Sie werden nur von einem raffinierten Spiegeleffekt, der in den Scheiben des Restaurants „At eight“ eingebaut ist, gefoppt.Der Name des Restaurants spielt übrigens auf die Adresse an: Kärnterring 8.

Nicht nur der Spiegeleffekt ist amüsant und ungewohnt, auch die Speisen des neuen Küchenchefs Alexandru Simon. Geboren im Elsass, wo man vom Essen und Trinken ja jede Menge versteht, aufgewachsen in Rumänien (Hermannsstadt), kam er mit 15 Jahren nach Österreich. Da packte ihn die Leidenschaft fürs Kochen. Nach seiner Lehre pilgerte er in der Schweiz und nach Frankreich, um sein Wissen zu erweitern. Zurück nach Wien wurde er vom Restaurant Coburg ins „At eight“ abgeworben.

Alexandru Simon ( The Ring Hotel Wien)

Ihm genügen vier Geschmackskomponenten, wobei eine davon die Hauptlinie des Gerichtes ist. Basierend auf regionalen Produkten komponiert er gerne auch internationale Zutaten hinzu. Spannend ist etwa sein Thunfisch Tatar auf Röstzwiebelcreme. Koriander und Avocado sind im wahrsten Sinn des Wortes das optische Tüpfelchen. Statt Porto wird gern Ginjo Sake dazu kredenzt. Ungewöhnlich werden die Jakobsmuscheln serviert: Aus dem Gemüsetöpfchen steigt mit Limetten aromatisierter Eisdampf auf. Den bitte nicht verspeisen wollen, nur einatmen. Er soll die Limettenkomponente, die die Jakobsmuscheln untermalt, betonen. Gute Nasen braucht’s allemal dafür. Dazu rät der Restaurantleiter Zaccaria Medda einen Grünen Veltliner Reserve 2013 vom Weingut Manuel Nössing aus Wien.

Langeweile kommt nicht auf. Schon allein das frische – modisch ausgedrückt „coole“ Ambiente des Restaurants und die Preise, durchaus in der Mittellage angesiedelt, locken das jüngere Publikum an. „Wir wollen uns bewusst in Ausstattung und Speisenangebot von den anderen Hotelrestaurants wie „Imperial“ oder „Bristol“ unterscheiden“, erklärt der Marketing Manager Mike Faber die Tendenz von „At eight“.

http://www.ateight-restaurant.com