Das Kappel am Kietzeck über dem Sausaltal.

Blick am Morgen vom Zimmer des Hotels „Weinhof Kappel“

Alle Fotos: Silvia Matras

Ich verrate eines meiner Lieblingshotels: Der Weinhof Kappel am Sausal, im Ort Kietzeck, dem höchsten Weinort Mitteleuropas. Vom Balkon meines Zimmers schweift der Blick über die steilen Abbhänge, auf denen ein kräftiger Weißer wächst, zum Beispiel der berühmte Morillon, bis hinunter ins Tal. Da fühle ich mich „wie über der Welt schwebend“.

Die hellen Zimmer mit Naturholzmöbel und Holzboden, ein großzügiges Bad (für die Bedienung der Dusche braucht es eine Anleitung und starke Arme), ein gemütlicher Balkon für die Morgen- oder Abendmeditation lassen keine Wünsche offen. In der Früh gleich einmal ab in den geheizten Pool. Statt Chlor sorgt Salzwasser für Hygiene und Wohlbefinden. Dann geht es zum Frühstück: Ich kann den von Frau Kappel gekochten Marmeladen nicht widerstehen und koste alle durch.

Am Vormittag ist eine kurze Wanderung angesagt – zum Beispiel zum Lavendelhof in Wunsum:

Der frisch geerntete Lavendel wird zu verschiedenen Ölen, Seifen oder Säften verarbeitet. Ich kaufe viele kleine Säckchen, mit getrockeneten Blüten gefüllt. Sie halten die Motten und anderes Ungeziefer im Kasten fern.

Dann begebe ich mich auf Fotosafari nach den schönsten Blumengärten und Blumenhäusern. In der ganzen Südsteiermark gilt offensichtlich ein Gesetz: Nur wer Blumen vor dem Haus hat, gilt etwas. Je mehr und bunter, desto angesehener ist der Besitzer. Diese Regel habe ich für mich so ausgedacht, aber vielleicht gilt sie wirklich – halt ungeschrieben!

Zufrieden mit meiner Ausbeute, kehre ich zurück ins Kappel und rüste mich für das Abendessen. Ich weiß, ich muss einen ordenttlichen Hunger mitbringen, denn der Herr des Hauses bereitet ein fünfgängiges Menü vor. Da will ich keinen Gang auslassen.

Danach eine „Abendmeditation“ auf dem Balkon:

Abendliche Nebel steigen auf

Trotz der Hitze- und Nebelschwaden weiß ich, dass es am nächsten Tag Sonnenschein geben wird.

http://www.daskappel.at

http://www.wunsum.com

Im Hotel „Seefischer“ am Millstättersee

Statt Meerwasser – kühler See (aktuell 21-22°) , statt Sand – grüne Wiese. statt Betonklotz – Haus in typischer Landesarchitektur.

Der Millstättersee ist für mich der schönste See Kärntens, weil Wald und Felsen bis an die Ufer reichen und daher der Verbauung und Verhüttelung Grenzen gesetzt sind. Weil kein „Veldenbetrieb“ und kein Maskenzwang drohen – Stand 14. Juli.

Das stilvolle Hotel „Seefischer“ bietet wirklich alles, was zu einem geglückten Urlaub gehört: Eine große Wiese direkt am Ufer, daher genügend Liegen und Distanz zum Nachbar. Für Romantiker und Schattensucher lockt der Rosengarten, der seinem Namen alle Ehre macht. Ruderboote, Wasserski, Golf- und Tennisplätze in Hotelnähe stehen den Sportlern zur Verfügung . Wem der See zu kalt ist, der nützt den Innen- und Außenpool (29°), oder er wärmt sich im Saunahäuschen dirket am See auf und springt von dort gleich ins kühl-kalte Wasser.

Die schönsten Momente: Frühstücken direkt am Wasser, wenn die Schwäne mit ihren Kopfständen die Gäste entzücken, wenn die Entenmutter ihre sieben Kleinen vorführt, wenn der See spiegelglatt in der Morgensonne ruht. Apropos Frühstück: Da gibt es keine offenen Wünsche: Teesorten für jeden Gusto, Prosecco, Fruchtsäfte, Himbeeren, saftige Melonen, Käse aus der Region und vieles mehr. Vor allem aber: hausgemachte Marmeladen, die selbst Marmeladegegner überzeugen!

Abends wird bei Schönwetter auf der Terrasse mit Blick zum See serviert, meist mit dezenter Livemusik. Wenn die Sonne ihre Goldbahn über den See legt und das letzte Licht den Nachthimmel erhellt, dann ist das ein weiterer Glücksmoment.

Kultur in Millsttatt

Millstatt bezaubert durch seine Villenarchitektur aus der Jahrhundertwende, besonders aber durch das eindrucksvolle Benediktinerstift, wo im romanischen Kreuzgang regelmäßig Wechselausstellungen stattfinden. Aktuell stellen Barabara Essl ihre spannenden Verfremdungen alter Gemäuer und Hermann Staudinger seine geheimnisvollen Goldlicht-Gemälde aus.

Barbara Essl (Foto: Silvia Matras)
Hermann Staudinger (Foto Silvia Matras)

Im Kreuzgang des Stiftes (Foto: Silvia Matras)

Im Zentrum liegt die Galerie „August“ des Künstlers Jens August. Zu sehen sind unter anderem seine spannenden Wolfsfotos, seine faszinierenden Porträts alter Menschen aus dem Maltatal.

Jens August: Aus der Serie der Wolfsfotos (Foto: Silvia Matras)

Im „Kunstcafé“ am Hauptplatz bekommt man den besten italienischen Espresso. Es lohnt sich, einen Blick ins Innere zu werfen. Bunte, handbemalte Sessel und farbenfroh-witzige Tische und Sofas lockern bei Regenwetter die schlechte Laune auf.

Im Kunstcafé (Foto: Silvia Matras)

Webseiten:

http://www.seefischer.at

http://www.millstatt.at

http://www.galerie-august.com

http://www.hermannstaudinger.at

Mein Hoteltipp für den Sommer im Salzkammergut: Schlosshotel Iglhauser am Mattsee

Als beruflich und privat Vielreisende ist mir eine schöne, angenehme Unterkunft besonders wichtig.  Es muss kein Luxushotel sein. Eher bevorzuge ich kleine, von  Familien geführte Hotels. Für meinen Aufenthalt während der Salzburger Festspiele fand ich den idealen Platz: Das Schlosshotel Iglhauser am Mattsee. Frau Iglhauser Senior kocht fantastisch, Herr Iglauser Senior versorgt die Gäste mit Bonmots und ist im Garten aktiv und Christiane Iglhauser ist für die Logistik verantwortlich. Die dicken, mittelalterlichen Mauern erzählen von einer langen Geschichte, als noch Adelige und Jäger in die Taverne einkehrten. Heute sorgt Frau Iglhauser für eine feine Küche. Ihre Spezialität sind gebratene Fische und Pilze aus der Region.

Jedes Zimmer ist anders eingerichtet  und erzählt von der langen Geschichte des Schlosses. Für mich besonders reizvoll ist der große gepflegte Garten direkt am Ufer des Mattsees. Iglhauser Senior hegt und pflegt seine Pflanzen, schmückt den Frühstücks- und Restaurantbereich jedes Jahr neu mit vielen weißen Blumen. Und von diesem wunderbaren Garten direkt in den warmen Mattsee zu springen, ist ein ganz besonderer Pluspunkt. Nach Salzburg sind es gerade einmal 20-25 Autominuten. Was auch sehr fein ist: Man bekommt nach der Abendvorstellung immer noch eine Mahlzeit.

Das Schlosshotel Iglhauser ist Mitglied der Vereinigung „Schlosshotels& Herrenhäuser: www.schlosshotels.co.at

Webseite: www.schlosshotel-igl.at

 

Hoteltipp für die Salzburger Festspiele: Schloss Iglhauser am Mattsee

Ich stelle ja selten einen Hoteltipp in meinen Blog. Aber der Aufenthalt im Schlosshotel Iglhauser mit ganz typisch österreichischem Flair hat mich begeistert. Schon die Lage direkt am Mattsee mit eigenem Badeplatz und schönem Garten ist ein Plus, das nur wenige Hotels rund um Salzburg aufweisen. Das Hotel wird von der Familie Iglhauser geführt: Tochter Christiane ist die Chefin, Vater Jakob kassiert und führt Schmäh, die Mutter steht von der Früh bis spät abends – auch noch nach Ende der Festspielaufführungen – in der Küche. Frau Eder ist die „Frühstückskoordinatorin“ – sie weiß um die Vorlieben ihrer Gäste. Herr Alfred ist ein österreichisches Faktotum, lang gedient und die Ruhe in Person. Alle Zimmer sind unterschiedlich groß und verschieden eingerichtet. Der durchgehende Stil: gemütlich.
Silvia Matras empfiehlt dieses Hotel.