top of page

Willkommen
auf dem bunten Kulturmarkt von Silvia Matras.
Ich bin immer neugierig, nie objektiv, dafür ehrlich!
Ich schreibe mehr aus der Seele als aus dem Kopf.
Drago Jancar: Wenn die Liebe ruht. Zsolnay Verlag
<p>Aus dem Slowenischen von Daniela Kocmut Seit dem Roman „Die Nacht, als ich sie sah“, schrieb sich Drago Jancar in die Liste der besten slowenischen Autoren ein. Im Jahre 1944 verschwinden eine junge Frau und ihr Ehemann spurlos. Nachforschungen ergaben, dass beide von Titopartisanen verschleppt und umgebracht wurden. Zum ersten Mal bringt ein Autor Licht […]</p>
Silvia Matras
5. Nov. 20192 Min. Lesezeit
Nino Haratischwili: Das achte Leben (Für Brilka)
<p>Frankfurter Verlagsanstalt Georgien war lange von der literarischen und politischen Landkarte ausradiert. Seit es aber 2018 als Gast zur Frankfurter Buchmesse eingeladen war, staunten Verlage und Leser nicht schlecht über die Fülle an Literatur, die da im Abseits gediehen war. Georgien war durch Jahrhunderte ein Spielball verschiedener Mächte. Um 1900 lebte es unter dem russischen […]</p>
Silvia Matras
22. Okt. 20192 Min. Lesezeit
Christoph W.Bauer: Niemandskinder. Haymon- Verlag
<p>Bücher über Kriege, Nachkriegszeiten und Terror überschwemmen den Markt. Da fällt der Roman von Christoph W. Bauer zunächst positiv auf. Er „erzählt“ von den Niemandskindern, die als Väter französische Soldaten hatten und von den Einheimischen mit Verachtung gestraft und mit Böswilligkeiten verfolgt wurden- Ein Thema, das hochaktuell ist. Viele – jetzt längst schon Erwachsene – […]</p>
Silvia Matras
17. Okt. 20192 Min. Lesezeit
Gianrico Carofiglio: Drei Uhr morgens.
<p>Folio Verlag. Aus dem Italienischen von Verena von Koskull „Wann hattest du deinen ersten Sex, Vater“ fragt der knapp 18-jährige Antonio seinen Vater. Antonio war Epileptiker und muss auf Anraten des behandelnden Arztes einen Stresstest machen: Er soll zwei Tage und zwei Nächte ohne Schlaf verbringen. Sollte er in dieser Zeit keinen Anfall bekommen, dürfe […]</p>
Silvia Matras
13. Okt. 20192 Min. Lesezeit
Elisabeth R. Hager: Fünf Tage im Mai. Klett-Cotta
<p>Die Groß- und Urgroßeltern behaupten sich in der Literatur. Es sind besonders die Autorinnen, die sich um das Thema der alten/älteren Generation annehmen. In Renate Welsh, Die Schuhe der Großmutter und in Dacia Maraini, Drei Frauen sind es die Großmütter, die die aufmüpfige Jugend verstehen. Und umgekehrt, die rebellische Jugend versteht die „Uralten“ besser als […]</p>
Silvia Matras
14. Juli 20191 Min. Lesezeit
David Österle: „Freunde sind wir ja eigentlich nicht“. Kremayr-Scheriau Verlag.
<p>Untertitel: Hofmannsthal, Schnitzler und das Junge Wien. Im ersten Teil beschreibt- nein, zählt der Autor wie ein eifriger Schüler auf, welche Dichter in den frühen Tagen um 1890 sich in welchen Kaffeehäusern zusammenfanden. Welche Leserschaft er hier ansprechen möchte, ist wohl die Frage: Denn alle, die mit der Literatur rund um die Jahrhundertwende nur ein […]</p>
Silvia Matras
13. Juli 20191 Min. Lesezeit
Gerhard Roth, Die Hölle ist leer – die Teufel sind alle hier. S. Fischer
<p>Es hat schon Tradition, in Venedig sterben zu wollen. Thomas Mann hat den „Tod in Venedig“ in höchste literarische Form gegossen. Seither wird das Klischee der morbiden Stadt immer wieder bemüht. Leider ist Venedig ja selbst zum Sterben verurteilt. Warum schreibt eigentlich kein Autor einen Text über den Tod Venedigs? Gerhard Roth zeichnet seinen Protagonisten […]</p>
Silvia Matras
12. Juli 20192 Min. Lesezeit
Marco Bolzano: Das Leben wartet nicht. Diogenes Verlag
<p>Aus dem Italienischen von Maja Pflug Dem Verlag gilt mein Dank, dass er dieses großartige Buch im deutschsprachigen Raum erscheinen ließ! Wer sich für den Süden Italiens, die Auswanderungswelle vom Süden in den Norden, insbesondere nach Mailand in den 1960er Jahren, interessiert, dem sei dieses Buch ans Herz gelegt. Wer sich nicht dafür interessiert, sollte […]</p>
Silvia Matras
11. Juli 20192 Min. Lesezeit
Andrea De Carlo: Das wilde Herz. Diogenes
<p>Aus dem Italienischen von Petra Kaiser und Maja Pflug Er hat es wieder einmal geschafft! Andrea De Carlo fesselt seine Leser von der ersten bis zur letzten Seite. Das Thema ist so alt wie auch klischeeverdächtig: Mara Abbiati ist eine temperamentvolle junge Bildhauerin, Italienerin. Craig Nolan ein etwas in die Jahre gekommener, aber weltberühmter Anthropologe. […]</p>
Silvia Matras
5. Juni 20192 Min. Lesezeit
Leila Slimani:All das zu verlieren. Luchterhand Verlag
<p>Aus dem Französischem von Amelie Thoma Gut, dass ich Slimanis Roman: „Dann schlaf auch du“ zuerst las. Sonst wüsste ich nicht, wie gut diese Autorin schreiben kann. Denn der war spannend, flott geschrieben und lieferte eine gehörige Portion Gesellschaftskritik ohne moralischen Zeigefinger. Für ihn bekam die Autorin den Prix Goncourt. Daraufhin war ich auf den […]</p>
Silvia Matras
31. Mai 20191 Min. Lesezeit
Raffaella Romagnolo: Bella Ciao. Diogenes Verlag
<p>Aus dem Italienischen von Maja Pflug Wieder einer der vielen Romane , die Familiengeschichten mit historischem Hintergrund -meist Kriegen – verbinden. Romane dieser Strickart überschwemmen seit einiger Zeit den Markt: Familiengeschichten – oft von Urgroßeltern an bis in die Gegenwart reichend-, eng verknüpft mit der Aufarbeitung historischer Ereignisse, die äußerst akribisch recherchiert wurden. Mit großer […]</p>
Silvia Matras
7. Mai 20192 Min. Lesezeit
Bernd Polster, Walter Gropius. Der Architekt seines Ruhmes. Hanser Verlag 2019.
<p>Skandal, dieser Autor demontiert einen der größten Architekten des 20. Jahrhunderts! Er recherchiert nicht, sondern schlüpft in eine fragwürdige Erzählerrolle! Solches und Ähnliches liest man in den Rezensionen. Derartig empörte Aufschreie kommen gewöhnlich, wenn ein Heros aus Kultur, Politik oder Sport vom Sockel gestoßen wird. So war es auch bei Bert Brecht, als bekannt wurde, […]</p>
Silvia Matras
4. Mai 20192 Min. Lesezeit
Hajo Düchting, Wie erkenne ich Bauhaus? belser Verlag, 2. Auflage 2019
<p>Wer sich für die Geschichte des Bauhauses und seine Werke interessiert und grundsätzliche Informationen braucht, dem hilft das Buch rasch weiter. Hajo Düchtings Verdienst ist es, die Erkennungsmerkmale der Bauhauswerke klar, übersichtlich und für jedermann verständlich herausgearbeitet zu haben. In den drei Hauptkapiteln „Malerei“, „Skulptur und angewandte Kunst“ und „Architektur“ geben Fotos und knappe Erklärungen […]</p>
Silvia Matras
4. Mai 20191 Min. Lesezeit
Andreas Hillger, gläserne zeit. Osburg Verlag
<p>Ein Bauhaus-Roman Geschickt verknüpft der Autor eine Beziehungsgeschichte mit dem Geschehen rund um das Bauhaus, als es in Dessau in den Jahren von 1925-1932 seine Zelte aufschlug. Walter Gropius hat mit seinen Meistern und Alumni (Lehrern und Studenten) Weimar verlassen und die Einladung der Junkersbetriebe, nach Dessau zu kommen, angenommen. Clara Cohn, Tochter aus gut […]</p>
Silvia Matras
29. Apr. 20191 Min. Lesezeit
Tom Saller, Wenn Martha tanzt. Ullstein 2018
<p>Rechtzeitig zur Hundertjahrfeier des Bauhauses erschien dieser Debütroman des Psychotherapeuten Tom Saller. Geschickt verarbeitet er Fiktives mit realen Fakten rund um das Geschehen der Bauhaus-Bewegung. Teilweise verwertet er Erlebnisse seiner eigenen Großmutter Hedwig Saller und lässt sie in die erfundene Figur der Tänzerin Martha einfließen. Martha Wetzlaff wird 1900 in Pommern geboren. Früh schon manifestiert […]</p>
Silvia Matras
28. Apr. 20191 Min. Lesezeit
Emmy Werner:“…als ob sie Emma hießen.“ Eine Nachbetrachtung. Residenzverlag
<p>Wer wie ich eine regelmäßige und begeisterte Besucherin des Volkstheaters unter Werner und Schottenberg war, der ist sicher neugierig auf dieses Buch. Gleich zu Beginn musste ich mich daran gewöhnen, dass die Autorin von sich in der dritten Person spricht und sich als E. bezeichnet. Der Sinn dieser distanzierten Betrachtung auf die eigene Person wurde […]</p>
Silvia Matras
14. März 20192 Min. Lesezeit
Dacia Maraini: Drei Frauen. Folio Verlag
<p>Aus dem Italienischen von Ingrid Ickler. Es gibt Bücher, die muss man einfach mögen. Dazu gehört ganz sicher dieser neue Roman „Drei Frauen“ von Dacia Maraini. Seit Maraini Bücher schreibt, kämpft sie für die Rechte der Frauen, ohne das Wort „Emanzipation“ je in den Mund – besser in die Feder – zu nehmen. Zu Zeiten, […]</p>
Silvia Matras
5. März 20193 Min. Lesezeit
Mechtild Borrmann, Trümmerkind. Droemer Verlag
<p>Mechtild Borrmann – mehrfach ausgezeichnete Schriftstellerin – gelingt in diesem Buch Spannung, Familiengeschichten und historische Aufarbeitung exzellent zu vereinen. Geradlinig und ohne schriftstellerische Verrenkungen, wie sie leider immer wieder in der aktuellen deutschsprachigen Literatur Mode sind und oft nicht mehr als das Ego des Schreibers befriedigen, erzählt sie das berührende Schicksal eines 3jährigen Knaben, der […]</p>
Silvia Matras
6. Feb. 20191 Min. Lesezeit
Luca Di Fulvio: Der Junge, der Träume schenkte.
<p>Aus dem Italienischen von Petra Koch. Bastei Lübbe Angemüdet von so manchen mühsam zu lesenden Neuerscheinungen, besonders von den „Debütromanen“, in denen der/die Schriftsteller/in seine/ihre Sprachakrobatik unter Beweis stellt, griff ich zur Belletristik. Der italienische Autor Luca Di Fulvio versteht sein Handwerk: Er kann erzählen! Eine Gabe, die immer seltener wird! Mitreißend schildert er New […]</p>
Silvia Matras
18. Jan. 20191 Min. Lesezeit
Angelika Stallhofer: Adrian oder: Die unzählbaren Dinge.
<p>Verlag und Copyright: Kremayr & Scheriau Ein brennheißes Thema: Wie weit darf Überwachung gehen, wie weit wird sie in Zukunft gehen und die Individualität des Einzelnen stören, gar zerstören. Aktueller denn je! Leider hat die Autorin ihren allzu spürbaren poetischen Ehrgeiz dem Thema untergeordnet. Es scheint, als wollte sie vorzeigen, was alles sie in diversen […]</p>
Silvia Matras
15. Jan. 20191 Min. Lesezeit
bottom of page