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Willkommen
auf dem bunten Kulturmarkt von Silvia Matras.
Ich bin immer neugierig, nie objektiv, dafür ehrlich!
Ich schreibe mehr aus der Seele als aus dem Kopf.
Lucía Puenzo: Wakolda
<p>Wagenbach Verlag. Aus dem argentinischen Spanisch von Rike Bolte. Lucía Puenzo, argentinische Journalistin und Filmemacherin, griff in dieser Romanfiktion ein heißes Eisen, nämlich die engen Beziehungen Argentiniens zu den nach 1945 geflohenen Nazis, auf. Dem Diktator Juan Perón waren sie mehr als willkommen. So auch Josef Mengele, der als Arzt in Auschwitz Millionen Menschen zwangssterilisiert, […]</p>
Silvia Matras
29. Dez. 20182 Min. Lesezeit
Lucia Puenzo: Der Fluch der Jacinta Pichimanahuida.
<p>Verlag Wagenbach. Aus dem argentinischen Spanisch übersetzt von Rike Bolte. Wer von Lucia Puenzo den spannenden und sehr gut geschriebenen Roman über ausgebeutete Straßenkinder in Buenos Aires und Uruguai kennt („Die man nicht sieht“), der wird nach der Lektüre über Jacinta P.überrascht und auch enttäuscht sein. Der Fluch der J.P. ist eine wahre Geschichte, die […]</p>
Silvia Matras
16. Dez. 20181 Min. Lesezeit
Volker Hage: Die freie Liebe. Luchterhand Verlag
<p>Volker Hage ist ein Literaturmensch, forscht, lehrt und schreibt über Literatur. Seine Romanbiografie über Arthur Schnitzler „Des Lebens fünfter Akt“ ist feinsinnig und einfühlsam geschrieben. Also wurde ich neugierig und las „Die freie Liebe“. Darin verarbeitet der 1949 geborene Autor wohl vieler seiner eigenen Erfahrungen über die sexuellen Freiheiten der späten 60er und 70er Jahre, […]</p>
Silvia Matras
16. Dez. 20181 Min. Lesezeit
Francesca Melandri, Alle außer mir.
<p>Aus dem Italienischen von Esther Hansen. Wagenbach Verlag Francesca Melandri ist eine gute Erzählerin, die geschichtliche Fakten geschickt mit einem romanhaften Geschehen verknüpfen kann, wie etwa in dem Roman „Eva schläft“.Das Rezept wendet sie auch diesmal an. Aber sie läuft in die Falle, die sie sich selbst gestellt hat: Sie kann von dem eifrig zusammen […]</p>
Silvia Matras
11. Dez. 20181 Min. Lesezeit
Juli Zeh: Neu Jahr. Luchterhand Verlag
<p>Juli Zeh ist Meisterin im Finden aktueller Themen. In ihrem vorletzten Buch „Unterleuten“ legt sie ihren Schreibfinger auf das Leben in einem Dorf im ehemaligen Ostdeutschland, schildert tief in die Seelen der Bewohner schürfend deren Abgründe. In ihrem neuesten Roman „Neu Jahr“ scheint alles zu passen: Nette Familie, Vater, Mutter, zwei Kinder. Vater Henning beschließt […]</p>
Silvia Matras
9. Dez. 20181 Min. Lesezeit
Michal Hvorecky: TROLL
<p>Aus dem Slowakischen von Mirko Kraetsch. Tropen Verlag Michal Hvorecky, geboren 1976 in Bratislava, ist Autor, Journalist und engagierter Kämpfer für die Pressefreiheit und gegen antidemokratische Bestrebungen. In dem Roman „Troll“ führt er uns die allzu nahe Zukunft vor Augen: Die EU – lahme Ente, die Trolle im Internet beherrschen das politische Geschehen im „Reich“ […]</p>
Silvia Matras
3. Dez. 20182 Min. Lesezeit


Margret Greiner, Sophie Taeuber-Arp. Romanbiografie. ZytgloggeVerlag
<p>Margret Greiner ist Expertin für Künstler-Romanbiografien. Dank intensiver Recherchen und einer feinen Feder veröffentlichte sie bereits einige Porträts interessanter Frauen, wie Emilie Flöge, Charlotte Salomon oder Margrethe Stonborough-Wittgenstein. Nun also Sophie Taeuber-Arp, die wenig bekannt ist und doch zu ihrer Zeit großen Einfluss auf die Dada-Bewegung, die Anerkennung des Kunsthandwerkes als Teil der Kunst und […]</p>
Silvia Matras
15. Nov. 20182 Min. Lesezeit
Volker Hage<br> Des Lebens fünfter Akt<br>Luchterhand Verlag
<p>Für alle, die sich für die Literatur um und nach 1900 und für Arthur Schnitzler interessieren, ist dieses Buch ein MUSS. Volker Hages biografischer Roman über Schnitzlers drei letzten Lebensjahre ist ein Seelenporträt vom Feinsten. Obwohl der Autor bis in die tiefsten Gedanken Schnitzlers dringt, wird er nie gefühlig, sondern wahrt immer die notwendige Distanz.</p>
Silvia Matras
31. Okt. 20182 Min. Lesezeit
Lea Singer: <br>Die Poesie der Hörigkeit. <br>Hoffmann und Campe Verlag
<p>Man erkennt den Stil der Autorin nicht wieder. Wer etwa die Romanbiografie „Konzert für die linke Hand“ über Paul Wittgenstein gelesen hat, der glaubt es kaum, dass „Die Poesie der Hörigkeit“ von derselben Autorin stammt. Sprachlich absichtlich bis manchmal zum Unverständnis verknappte Satzstrukturen machen dem Leser Mühe, die Zusammenhänge zwischen den einzelnen Sätzen zu verstehen. […]</p>
Silvia Matras
29. Okt. 20181 Min. Lesezeit
Dennis Lehane: Der Abgrund in dir<br>Aus dem Amerikanischen von Steffen Jacobs und Peter Torberg. Diogenes Verlag
<p>Der Autor packt in den 500-Seiten starken Krimi alles hinein, was gerade im Krimi- und Belletristikgenre en vogue ist: 1. Die Protagonistin Rachel geht nach dem Tod ihrer Mutter auf Vatersuche – nicht sehr logisch, warum nicht zu Lebzeiten der Mutter.? Das Waisenkind, der Jugendliche ohne Vater – ein beliebtes Motiv in der amerikanischen Literatur. […]</p>
Silvia Matras
27. Okt. 20182 Min. Lesezeit
Petra Piuk: Toni und Moni. Verlag Kremayr & Scheriau
<p>Heimatromane, Dorfgeschichten haben eine lange Tradition. Zu den besten zählen wohl die Novellen von Marie Ebner von Eschenbach. Sie war eine genaue Beobachterin und kritisierte vor allem die Herzlosigkeit der Oberschicht. Einen liebevoll-verständnisvollen Blick hatte sie für die „kleinen Leute“, deren Nöte sie nur allzu gut verstand. Einen ähnlichen Blick mit Herz und Verstand und […]</p>
Silvia Matras
11. Okt. 20182 Min. Lesezeit
Verena Stauffer: Orchis. Verlag Kremayr&Scheriau
<p>Ein Romanerstling, der einiges verspricht., Wenn die Autorin einmal ihre ausufernde Sprachphantasie in etwas kontrolliertere Bahnen lenkt, dann darf man in Zukunft einige aufregende Texte von ihr erwarten. Deutschland, Mitte des 19. Jh., im Erzgebirge. Dort wohnt der Orchideenforscher Anselm – noch immer bei seinen wohlhabenden Eltern. Er ist von der Idee besessen, die seltene […]</p>
Silvia Matras
8. Okt. 20182 Min. Lesezeit
Liessmann: Die kleine Unbildung. Gezeichnet von Nicolaus Mahler. Zsolnay Verlag
<p>Eine köstliche Kurzfassung von Liessmanns Scheltensammlung: Bildung als Provokation (ebenfalls Zsolnay). Da beutelt uns Liessmann ganz schön her, packt unser eingerostetes Denken beim Schopf.. Unterstützt von Nicolaus Mahlers Zeichnungen, der uns Lesern die Dummheit in der Welt und die eigene Dummheit mit kräftigen Strichen vor Augen führt. Witzig, provokant, unterhaltsam allemal. Liessmann weckt uns auf, […]</p>
Silvia Matras
3. Okt. 20181 Min. Lesezeit
Barbara Rieger, Bis ans Ende, Marie. Kremayr&Scheriau
<p>Barbara Rieger wird zur so genannten jungen Literatur gezählt. Und in mir entsteht der Verdacht – nach einigen Romanen dieses Genres und vielen Stunden, die ich mit Lesen dieser verbrachte, dass junge Literatur zumeist sich aus folgenden Verben zusammensetzt: ficken, kotzen, saufen, kiffen. Nun aber etwas ernster: Die Icherzählerin -jeder 2. Satz beginnt mit „Ich“ […]</p>
Silvia Matras
26. Sept. 20181 Min. Lesezeit
Evelyn Waugh; Expedition eines englischen Gentleman. Diogenes. Aus dem Englischen: Matthias Fienbork
<p>Der Autor und Reisejournalist Evelyn Waugh reiste im Oktober 1930 nach Addis Abeba, um über die Krönung Haile Selassies zum König von Äthiopien zu berichten. Für mich ist dieses Buch eine Reise in die Vergangenheit meiner eigenen Vergangenheit. Nein, ich bin noch nicht so alt, dass ich dieses Ereignis hätte miterleben können. Aber die beschriebenen […]</p>
Silvia Matras
3. Sept. 20182 Min. Lesezeit
Lucía Puenzo, Die man nicht sieht. Wagenbach
<p>Dem Wagenbach-Verlag muss großes Lob gespendet werden, weil er sich um junge Literatur, insbesondere um lateinamerikanische Erzählerinnen bemüht. Lucía Puenzo, geboren 1976 in Buenos Aires, gehört zu den erfolgreichsten Schriftstellerinnen Argentiniens. Als Filmemacherin heimste sie beim Filmfestival in Cannes für ihren Debütfilm „XXY“ viele Preise ein. Auch als Romanautorin ist sie äußerst erfolgreich. Mit dem […]</p>
Silvia Matras
2. Sept. 20182 Min. Lesezeit
Elsa Ferrante, Die Geschichte des verlorenen Kindes.Suhrkamp
<p>Eine Enttäuschung! Nach den spannenden und gut geschriebenen ersten 3 Teilen ist der Autorin offenbar die Erzählluft ausgegangen. Die Geschichte umfasst die 70er -bis 2000er Jahre. Wenig politisch, eher leicht hysterische Nabelschau. Die Erzählerin erreicht als Schriftstellerin ein gewisses Maß an Bekanntheit, ihre Scheidung von Ehemann, ihr Scheitern der neuen Beziehung mit Nino, das Erdbeben […]</p>
Silvia Matras
25. Aug. 20181 Min. Lesezeit
Olivia Elkaim, Modigliani, mon amour. Verlag Ebersbach & Simon.
<p>Elkaim beschreibt die furiose Liebe zwischen dem Maler Modigliani und der um 14 Jahre jüngeren „Hobbymalerin“ Jeanne Hébuterne. Sie stammt aus einem bigotten, tiefbürgerlichen Haus, verlässt ihre Eltern und zieht ins Atelier Modiglianis. Erlebt die Pariser Kunstszene gegen Ende des 1. Weltkrieges. Wird schwanger, erleidet Hunger, Verlustängste, Modigliani lässt sie immer wieder im Stich. Als […]</p>
Silvia Matras
16. Juli 20181 Min. Lesezeit
Jürgen-Thomas Ernst, Schweben. Braumüller Verlag
<p>Für mich eine Neuentdeckung! Jürgen-Thomas Ernst hat , unbemerkt vom Feuilleton, eine kleine Kostbarkeit geschrieben. Seine bewusst einfache, klare Sprache ist angepasst an das Tun und Denken der beiden Protagonisten Josef und Rosa. Beide sind nicht mit Reichtümern gesegnet, arbeiten unter widrigen Umständen in einer Fabrik. Aber sie haben einander – schon allein der Gedanke […]</p>
Silvia Matras
16. Juni 20181 Min. Lesezeit
Anthony McCarten: Jack. Diogenes Verlag
<p>Ich gehöre einer Generation an, die sich aus den „Beatniks“ nicht viel gemacht hat. Für mich war diese Strömung der Wilden, Drogensüchtigen, Rauschdichter etc passé. Ich habe die Literatur dazu einfach nicht beachtet. Nun bekomme ich McCartens Roman „Jack“ in die Hand. Gleich einmal entstand für mich die Frage: Ist das nun ein Roman, eine […]</p>
Silvia Matras
12. Juni 20182 Min. Lesezeit
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