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Willkommen
auf dem bunten Kulturmarkt von Silvia Matras.
Ich bin immer neugierig, nie objektiv, dafür ehrlich!
Ich schreibe mehr aus der Seele als aus dem Kopf.
„Bella Ciao“. Italienisches Folk Revival im Wiener Konzerthaus
<p>Che serata meravigliosa, splendida! Erinnerungen steigen auf an Feste auf der Piazza des Dorfes, wo gesungen und getanzt wurde. Eben genau diese Volkslieder, die teilweise uralte Lieder des Widerstandes gegen die „padroni“, die „preti“, die „capi“ (Aufseher) und die „gromiri“ (Streikbrecher) waren, Lieder der Sehnsucht der nach Amerika Ausgewanderten nach ihrer Heimat, aber auch heitere […]</p>
Silvia Matras
13. Apr. 20162 Min. Lesezeit
Tosca an der Wiener Staatsoper
<p>Wahrscheinlich geht der 9. April 2016 in die Annalen der Wiener Operngeschichte ein! Denn da stimmte bis auf das Bühnenbild aus uralten Zeiten (aber besser ein so verstaubt-konservatives als eine leere Bühne mit Sesseln) alles: Angela Gheorghiu als Tosca verwandelte sich von der kokettierenden, eifersüchtigen Schönen zur wütenden Frau, die sich nur durch einen Mord […]</p>
Silvia Matras
11. Apr. 20161 Min. Lesezeit
Joseph Lorenz las aus dem Roman „Verdi“ von Werfel
<p>Den „Freunden der Wiener Staatsoper“ ein großes Dankeschön, dass sie den Vorschlag von Joseph Lorenz aufgegriffen haben, zweimal Verdi zu präsentieren: Einmal gelesen, einmal gesungen. In dem wunderschönen, holzgetäfelten Saal im Haus der Ingenieure ging am Mittwoch, 6. April 2016 von 18-20h ein Engel durch den Raum. So sagt man, wenn etwas Außergewöhnliches passiert. Lorenz […]</p>
Silvia Matras
7. Apr. 20161 Min. Lesezeit
Joachim Meyerhoff, Ach diese Lücke, diese entsetzliche Lücke. Kiepenheuer&Witsch
<p>Joachim Meyerhoff nennt es einen Roman. Im Grunde aber ist es eine Autobiografie. Eine berührende und erheiternde, detailreiche Schilderung seiner Jahre in München. Er wohnt bei seinen geliebten Großeltern und absolviert die ihm verhasste Schauspielschule. Sein Leben könnte nicht kontrastreicher verlaufen: Die Großeltern sind gebildete Großbürger, er ein Philosophieprofessor in Pension, sie eine einst berühmte […]</p>
Silvia Matras
4. Apr. 20161 Min. Lesezeit
Henrik Ibsen: John Gabriel Borkman. Akademietheater
<p>Mir war, als wäre ich zwei Personen. Eine, die sieht, was sie sieht – und findet das Dargestellte witzig bis skurril. Wenn sich die handelnden Personen aus der dicken Schneedecke – es schneit die ganzen zwei Stunden durch – herauswühlen, wenn Birgit Minichmayer als Gunhild Borkman mit ihrer brüchig-rauchigen Stimme eine Dauerbetrunkene spielt, die raucht […]</p>
Silvia Matras
2. Apr. 20162 Min. Lesezeit
Le Corsaire. Ballett. Wiener Staatsoper
<p>Manuel Legris weiß um die Publikumswirksamkeit des Handlungsballetts. Vielleicht ist die Zeit reif, und man hat sich an den abstrakten Tanzperformances schon ein wenig satt gesehen. Im „Corsaire“ ist Legris für Musikauswahl (Adolphe Adam u.a.) und die Choreografie zuständig. Luisa Spinelli liefert dazu farbenprächtige Kostüme und zauberhafte Tableaus. Insgesamt eine opulente, sehr unterhaltsame Aufführung. Dass […]</p>
Silvia Matras
29. März 20162 Min. Lesezeit
Benedict Wells: Vom Ende der Einsamkeit. Diogenes Verlag
<p>Drei Geschwister -zwei Brüder und eine Schwester -bilden eine „liebe Familie“, die besonders durch die Mutter zusammengehalten wird. Als die Eltern bei einem Autounfall ums Leben kommen, zerbricht alles. Die Normalität gibt es nicht mehr. Nach vielen Jahren, in denen sie wenig voneinander hören, kommen sie wieder zusammen. Jules, der Jüngste, hat unter dem Verlust […]</p>
Silvia Matras
28. März 20162 Min. Lesezeit
Arnon Grünberg, Amour fou. aus dem Niederländischen von Rainer Kersten. Diogenes Verlag
<p>Daniel Kehlmann schrieb zu dem Roman ein Vorwort, das auf den Autor neugierig macht.“Ich habe Angst vor Arnon Grünberg“ schreibt er gleich zu Beginn. Als langjähriger Freund kennt er Grünbergg als höflichen, liebenswerten Menschen. Alle seine Romanfiguren sind höfliche Menschen, aber dahinte lautert der Schrecken, schreibt Kehlmann. Besser kann man den Roman nicht charakterisieren. Marek […]</p>
Silvia Matras
28. März 20161 Min. Lesezeit
Il re pastore, Konzerthaus Wien
<p>Zu einem netten Gschichterl hat der 19jährige Mozart eine künstlerisch reife Musik komponiert,um ERzherzog Maximilian, einen Sohn Maria Theresias, gebührend zu feiern. Wenn es darum geht, einen hohen Gast als weisen und gütigen Herrscher auf die Bühne zu bringen, dann muss oft Alexander der Große herhalten. Dieser installiert den Hirten Aminta als rechtmäßigen König, verpasst […]</p>
Silvia Matras
12. März 20162 Min. Lesezeit
Zülfü Livaneli, Serenade für Nadja, aus dem Türkischen von Gerhard Meier. Klett-Cotta
<p>Livaneli zählt zu den bedeutendsten Schriftstellern der Türkei. Aus seinen Romanen ist herauszupüren, dass er Filmemacher und Komponist ist. Denn seine Geschichten sind musikalisch und lesen sich wie Drehbücher -so griffig, ergreifend. Livaneli baut seine Romane nach einem bestimmten Konzept: Immer steckt in einer Geschichte eine andere – die wesentliche, die wichtige, die erst enthüllt […]</p>
Silvia Matras
3. März 20161 Min. Lesezeit
Andrea Eckert: Zum Weinen schön, zum Lachen bitter. Theater Akzent
<p>Wie der Titel verspricht: Es war ein Abend zum Be- und Nachdenken, ein Abend zum Schmunzeln und zum Lachen. Selten sah man Andrea Eckert so witzig, komisch und gleich darauf verzweifelt, bis in die Seele betrübt und verstört. Sie brachte Lieder und Texte von jüdischen Autoren, die entweder vor den Nazis ins Ausland flüchteten oder […]</p>
Silvia Matras
3. März 20161 Min. Lesezeit
La Traviata in der Volksoper
<p>Diese Traviata muss man gesehen, gehört und erlebt – mitgelebt haben! Nicht nach, sondern neben Netrebko ist Rebecca Nelsen die beste Violetta weit und breit am Opernhimmel. Ihr Stimme, ihre Darstellung reißen mit. Da kann niemand unberührt bleiben. Klug und einfühlsam wird sie von der Regie und dem Bühnenbild (Hans Gratzer) und einer subtilen Lichtführung […]</p>
Silvia Matras
1. März 20162 Min. Lesezeit
Anna Baar, Die Farbe des Granatapfels. Wallstein Verlag
<p>Anna Baar 1973 in Zagreb geboren verbrachte ihre Kindheit und Jugend in Wien, Kärnten und auf der Insel Brac. In diesem Roman verarbeitet sie ihre eigenen Erinnerungen. Der Roman ist eine subtil-hochpoetische Verarbeitung der Probleme eines jungen Menschen, der zwischen zwei Kulturen – der des „Vaterlandes mit der Vatersprache“ und „der des Mutterlandes mit der […]</p>
Silvia Matras
17. Feb. 20162 Min. Lesezeit
„6 Österreicher unter den ersten 5“ im Theater im Rabenhof
<p>„Wie oft hast du das schon gespielt?“ frage ich Nikolaus Habjan nach der Vorstellung. ER sieht seine Partnerin Manuela Linshalm fragend an: 50 Mal ? Sie nickt. Trotzdem wirkt das Stück, als wäre gerade Première. Die drei auf der Bühne – Habjan und Linshalm als Puppenspieler und Richard Schmetterer als Dirk Stermann – suhlen sich […]</p>
Silvia Matras
17. Feb. 20162 Min. Lesezeit
Zülfü Livaneli: Schwarze Liebe, Schwarzes Meer. Aus dem Türkischen von Gerhard Meier. Klett-Cotta
<p>Wie kommt es, dass wir Literaturfreaks diesen genialen Schriftsteller aus der Türkei nicht kennen? Alle reden nur von Pamuk und seinen zu gegeben erfolgreichen Romanen. Liveli ist ein vielseitiges Genie. 1970 musste er als politisch verfolgter aus der Türkei fliehen. In Stockholm, Paris und Athen arbeitete er als Regisseur, Musiker – unter anderem mit Theodorakis […]</p>
Silvia Matras
9. Feb. 20162 Min. Lesezeit
Onegin. Ballett, Choreografie John Cranko. Wiener Staatsoper
<p>Kurz und bündig: Es war ein großartiger Abend! Die Leistungen der Tänzer durchwegs beeindruckend und in manchen Szenen auch sehr berührend. Ein transparenter Vorhang mit dem Porträt Puschkins, auf dessen Versroman die Geschichte basiert, lässt den Blick auf eine heitere Gesellschaft frei, die sich unter hohen Birken tänzerisch vergnügt. Besonders glücklich und frühlingseuphorisch ist das […]</p>
Silvia Matras
9. Feb. 20162 Min. Lesezeit
Salvatore Settis: Wenn Venedig stirbt. Streitschrift gegen den Ausverkauf der Städte. Aus dem Italienischen: Victoria Lorini. Wagenbach Verlag
<p>Man kennt die Argumente, die Salvatore Settis vorbringt. Aber wenn man sie alle, akribisch und wissenschaftlich und empirisch gut dargelegt, Wort für Wort zu lesen bekommt, dann wundert man sich, warum niemand etwas gegen diesen Ausverkauf Venedigs und anderer Städte tut. Die Politik geht vor dem gierigen Markt in die Knie. Das ist beschämend und […]</p>
Silvia Matras
4. Feb. 20162 Min. Lesezeit
Der eingebildete Kranke im Burgtheater
<p>Zuckerlbarock, Streetdance-Akrobatik, Sprachverrenkungen und alle nur erdenklich geistigen Verrenkungen schleudert der Regisseur Herbert Fritsch in dieser Inszenierung vor die Ohren und Augen des staunenden und amüsierten Publikums. Bekannt als Workaholiker und im Werk Molières mit Inszenierungen des Tartuffe, Schule der Frauen und des Geizigen gut eingearbeitet, bietet er in dieser Burgtheaterinszenierung alles auf, was er […]</p>
Silvia Matras
1. Feb. 20162 Min. Lesezeit
Modeoffensive in Palermo
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Silvia Matras
28. Jan. 20161 Min. Lesezeit
Ursula Prutsch, Eva Peron. Leben und Sterben einer Legende, eine Biografie. C.H. Beck
<p>Der Historikerin Ursula Prutsch mit Schwerpunkt Geschichte Lateinamerikas im 19. und 20. Jahrhundert ist ein kleines Wunder gelungen: Aus dem Dickicht von Mythen, Legenden und privater Erzählungen, Verklärungen und Verdammngen so etwas wie „Wahrheit“ über Eva Peron herauszufiltern. Und das auch noch „sine ira et studio“. Tatsächlich spürt der Leser, dass Ursula Prutsch versucht, der […]</p>
Silvia Matras
16. Jan. 20162 Min. Lesezeit
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