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Willkommen
auf dem bunten Kulturmarkt von Silvia Matras.
Ich bin immer neugierig, nie objektiv, dafür ehrlich!
Ich schreibe mehr aus der Seele als aus dem Kopf.
DDelphine de Vigan, Das Lächeln meiner Mutter. Droemer. Aus dem Französischen von Doris Heinemann
<p>Es ist eines der Hauptthemen, das Delphine de Vigan immer wieder beschäftigt: Die Frage, wieviel in einem Roman, einem literarischen Werk jeglicher Gattung Fiktion, wieviel reine Berichterstattung sein darf. In dem vorliegenden Fall eine besonders heikle Frage, da es sich um die Aufarbeitung der Krankheit (Schizophrenie) ihrer Mutter, die sich dasLeben nahm, handelt. „Anfangs, als […]</p>
Silvia Matras
25. Juni 20172 Min. Lesezeit
Jean-Luc Seigle, Ich schreibe Ihnen im Dunkeln. C.H.Beck
<p>Andrea Spingler verdanken wir die ausgezeichnete Übersetzung eines literarisch hochinteressanten und faszinierenden Werkes. Jean-Luc Seigles Sprache ist hart-realistisch und zugleich sehr poetisch. Ihre starke Sogwirkung zieht den Leser in das Geschehen hinein, auch in die grausamsten Stellen, wie etwa die Vergewaltigungsszene. Einmal mehr geht es um eine wahre Geschichte! – Es scheint, dass in der […]</p>
Silvia Matras
25. Juni 20172 Min. Lesezeit
Delphine de Vigan, Nach einer wahren Geschichte. Aus dem Französischem von Doris Heinemann. Dumont
<p>Die Autorin stellt die Frage: Wieviel Autobiographisches, wieviel Reales soll, darf ein Roman enthalten. Es gab eine Ära in der Literaturwissenschaft, da galt es als verpönt, nach biographischen Fakten in dem jeweiligen Werk zu fragen. Nun scheint eine Kehrtwende um 180 Grad eingetreten zu sein. „Das Wahre, die Wahrheit“ – siehe Titel – spielt eine […]</p>
Silvia Matras
9. Mai 20172 Min. Lesezeit
Elena Ferrante, Die Geschichte eines neuen Namens. Aus dem Italienischen von Karin Krieger. Suhrkamp
<p>Sie hat es wieder getan! Elena Ferrante hat uns mit dem 2. Band ihrer „Neapolitanischen Saga“, wie sie ihr Werk selbst nennt, wieder völlig in den Bann geschlagen. Lila hat geheiratet, von allen wegen ihres „Reichtums“ beneidet, zieht mit ihrem Ehemann Stefano in ihre blitzblanke neue Wohnung ein und schon beginnt der Kampf zwischen ihr […]</p>
Silvia Matras
20. Apr. 20172 Min. Lesezeit
Michela Murgia, Chirú.Übersetzung aus dem Italienischen: Julia Brandestini. Wagenbach Verlag
<p>Der Roman lässt mich etwas ratlos zurück: Ich weiß nicht, ob ich dieser ziemlich abgehobenen und selbstverliebten Hauptfigur auch nur ein Fünkchen Sympathie entgegen bringen kann, soll oder müsste. Eleanora ist achtunddreißig Jahre alt, Sardin und eine erfolgreiche Theaterschauspielerin. Gerne nimmt sie junge Burschen so zwischen 16 und 18 als „Schüler“ an – und da […]</p>
Silvia Matras
11. Apr. 20172 Min. Lesezeit
Jochen Schmidt, Zuckersand. C.H. Beck Verlag
<p>Schmidt ist ein Autor mit Humor und genauer Beobachtungsgabe. Er sieht die Welt aus den Augen eines zweijährigen Kindes, das im Begriffe ist, die Umgebung zu erobern. Karl, so heißt das neugierige, willenstarke Kerlchen, hat seinen eigenen Kopf, seine eigenen Vorstellungen. Egal, ob im Supermarkt, wo er großen Gefallen an der Maschine für Flaschenretouren findet […]</p>
Silvia Matras
11. Apr. 20172 Min. Lesezeit
Margret Greiner; Charlotte Salomon. Es ist mein ganzes Leben. Knaus Verlag
<p>Charlotte Salomon – eine faszinierende Persönlichkeit, von der Autorin Margret Greiner faszinierend in eine Romanbiografie gefasst. Wieder einmal hat die Autorin bewiesen, dass sie durch intensive Recherchen, hohe Einfühlsamkeit und starke Sprachbilder einen Charakter dem Leser in die Seele schreiben kann. Charlotte Salomons Schicksal wurde während der Salzburger Festspiele 2014 in dem gleichnamigen „Sing-Spiel“ von […]</p>
Silvia Matras
4. Apr. 20172 Min. Lesezeit
Elena Ferrante, Meine geniale Freundin. Suhrkamp
<p>„Alle Welt liest Elena Ferrante“ soll die FAZ geschrieben haben. So steht es jedenfalls auf der Rückseite des Covers. Das mag eine Übertreibung sein, aber wahr ist: Viele reden über das Buch, über die Autorin, von der man nicht weiß, wer dahinter steckt – angeblich soll ein Journalist das Geheimnis schon verraten haben. Aber das […]</p>
Silvia Matras
12. März 20172 Min. Lesezeit
Bruno Pallandini: Dieses altmodische Gefühl. Residenz Verlag
<p>Ein erfrischend unzeitgemäßes Thema: Die altmodische Liebe eines 50 Jährigen zu einer 70jährigen Schauspielerin in Pension. Der Erzähler ist Architekt, mangels Aufträge hat er auf Baumeister umgesattelt. Die Firma läuft bestens, Geld spielt keine Rolle. Er gibt sich den komischen Namen „Ildefons“ – wer denkt da nicht an das Konfekt Ildefonso? – seine Angebetete nennt […]</p>
Silvia Matras
28. Feb. 20172 Min. Lesezeit
Daniela Strigl: Berühmt sein ist nichts. Marie von Ebner-Eschenbach. Eine Biographie. Residenz Verlag
<p>Nun habe ich mich durch Wochen in das Leben von Marie Ebner-Eschenbach hineingelesen. Je näher das Buch und ihr Leben sich dem Ende zuneigte, desto weniger Seiten las ich pro Tag. Denn ich wollte mich nicht verabschieden – wollte nicht, dass ihr Leben endet, wollte nicht, dass das Buch endet. Ich zögerte den Tod hinaus, […]</p>
Silvia Matras
17. Feb. 20172 Min. Lesezeit
Marie Luise Lehner: Fliegenpilze aus Kork. Kremayr&Scheriau
<p>Ein Lesevergnügen der besonderen Art! Die 22 Jahre junge Autorin erzählt – nein, besser: sie protokolliert – in Stakkatosätzen über ihren recht ungewöhnlichen Vater. Sie erzählt in der Ichform, aus der Perspektive eines Kindes, das seinen Vater (fast) bedingungslos liebt. Die Eltern sind getrennt. Das Protokoll beginnt mit der Stunde Null, der Geburt, und setzt […]</p>
Silvia Matras
16. Feb. 20171 Min. Lesezeit
Sabine Gruber, Daldossi oder Das Leben des Augenblicks. C.H. Beck
<p>Ein Roadmovie der besonderen Art: Bruno Daldossi ist Kriegsfotograf, von sich und seinem Beruf angeekelt, Trinker und überhaupt kaputt. Marlis, sein Beziehungsanker durch Jahre, hat ihn verlassen. Sie kann und will nicht mehr mit seinen schrecklichen Geschichten leben, nicht in all ihrem Tun und Handeln relativiert und in Beziehung zum Leben in den Kriegsgebieten gesetzt […]</p>
Silvia Matras
27. Jan. 20172 Min. Lesezeit
Denton Welch, Freuden der Jugend. Wagenbach Verlag
<p>Den fünfzehnjährigen Orvil muss man einfach mögen. Mit welcher Intensität er die Ferien erlebt! Das Internat hasst er ganz gewaltig. Deshalb kann er es kaum erwarten, von seinem Vater in einem großen, eleganten Auto abgeholt zu werden. Er wird mit ihm und seinen beiden älteren Brüder die Ferien in einem Nobelhotel nahe der Themse in […]</p>
Silvia Matras
29. Dez. 20161 Min. Lesezeit
Robert Seethaler, Die weiteren Aussichten. Kein&Aber Pocket
<p>Also gleich noch einmal Seethaler! Auch diesmal nicht mit derselben Begeisterung wie bei den Romanen „Der Trafikant“ und „Ein ganzes Leben“. Obwohl Thematik und Struktur dieses Romans sich in vielen Punkten ähneln, gibt es einiges, das ganz einfach „nervt“. Schauplatz: Irgendwo in irgendeiner Provinz – „Provinz“ im pejorativen Kontext zu verstehen. Dort gibt es nichts […]</p>
Silvia Matras
3. Dez. 20162 Min. Lesezeit
René Freund, Niemand weiß, wie spät es ist. Deuticke Verlag
<p>Brillant, witzig, ironisch, spannend – also alle Epitheta ornantia, die eines Schriftstellers Herz erfreuen, passen auf diesen Roman. Unbestritten: Freund kann ungewöhnliche Stories bauen. Diese da erinnert ein wenig an das Froschkönig-Märchen: Der ganz und gar uncoole Typ Bernhard, Veganer und Ordnungsfanatiker, Alles- und Besserwisse entpuppt sich im Lauf der Handlung als wahrer Traummann. Nora […]</p>
Silvia Matras
3. Okt. 20161 Min. Lesezeit
Emanuel Bergmann, Der Trick, Diogenes Verlag
<p>Das ist so ein Buch, von dem man hofft, es endet nie. Geht es dem Ende zu, verspürt man eine gewisse Traurigkeit – denn der Abschied naht. Der Abschied ist hoffentlich nicht so endgültig. Denn so ein grandioser Schriftsteller wie Emanuel Bergmann hat sicher schon seinen 2. Roman im Kopf, wenn nicht gar im Computer. […]</p>
Silvia Matras
2. Okt. 20161 Min. Lesezeit
Goran Vojnovic, Vaters Land. Aus dem Slowenischen von K.D. Olof. Folio Verlag
<p>1991 endete abrupt die Kindheit des Icherzählers Vladans. Plötzlich muss er das sommerliche Pula verlassen und mit Mutter und Vater ins für ihn unbekannte und ungeliebte Belgrad aufbrechen. Dort verlässt der Vater die Familie mit den Worten: „Bald wird alles vorbei sein.“ Aber der Vater kommt nicht wieder. Vladan reist mit seiner Mutter zu Verwandten […]</p>
Silvia Matras
7. Sept. 20162 Min. Lesezeit
Stefanie Schröder: Gabriele Münter. Im Banne des Blauen Reiters. Romanbiografie. Herder Verlag
<p>Einmal mehr beschäftigt sich Stefanie Schröder mit der Biografie einer Künstlerin, die fast ihr ganzes Leben lang um Anerkennung kämpfen muss. Gabriele Münter wächst behütet in einem gut bürgerlichen Haushalt in Bonn auf. Zeichnen war für sie so selbstverständlich wie Essen und Trinken. 1882 besucht sie eine „private Damenakademie“ in München -. Für Frauen war […]</p>
Silvia Matras
7. Sept. 20162 Min. Lesezeit
Bachtyar Ali, Der letzte Granatapfel. Unionsverlag
<p>Aus dem Kurdischen übersetzt von Ute Cantera-Lang und Rawezh Salim.Der Autor gilt als der bedeutendste kurdische Schriftsteller. Dieser Roman ist der erste, der auf Deutsch übersetzt wurde. Eine Art Sheherezade-Erzählung, in der ein Erzählkreis in den anderen übergeht, sich überschneidet, auseinandertrifft und irgendwie wieder zusammenfindet. Diese Art des Erzählens erinnert stark an orientalische Märchen. Ausufernd […]</p>
Silvia Matras
25. Aug. 20161 Min. Lesezeit
Barbara Krause: Camille Claudel. Ein Leben in Stein. Herder Verlag
<p>Ein großartiges Buch über eine großartige Frau! Bestechend im Stil: Einmal hoch poetisch, dann wieder kühl aufzählend. Die Autorin führt die Leser bis tief in die Seele der jungen Claudel, die schon als Kind wusste, dass sie Bildhauerin werden wollte – und das in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts, als man von Frauen nur […]</p>
Silvia Matras
19. Aug. 20161 Min. Lesezeit
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