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Willkommen
auf dem bunten Kulturmarkt von Silvia Matras.
Ich bin immer neugierig, nie objektiv, dafür ehrlich!
Ich schreibe mehr aus der Seele als aus dem Kopf.
Colm Tóibín: Marias Testament <br>Eine Aufführung der Hamburger Kammerspiele im Theater in der Josefstadt
<p>Regisseur Elmar Goerden bearbeitete den Roman des irischen Autors Colm Tóibín für die Bühne, immer im Hinblick auf die Besetzung Marias durch Nicole Heesters. In Hamburg feierte das Publikum die Schauspielerin mit standig ovations. Nun also ist „Marias Testament“ im Theater in der Josefstadt zu sehen. Maria steht allein auf der Bühne, unsichtbar bedroht von […]</p>
Silvia Matras
1. Okt. 20182 Min. Lesezeit
Brecht: Der gute Mensch von Sezuan. Landestheater Niederösterreich
<p>Es regnet, es regnet – wer kauft bei der Wasserflut dem Wasserverkäufer noch Wang Wasserflaschen ab? In seiner Verzweiflung hofft er auf das Erscheinen der Götter, die in der Stadt Sezuan erwartet werden. Die sind auf der Suche nach einem guten Menschen – bisher überall erfolglos. Die Prostituierte Shen Te bietet ihnen eine Unterkunft an […]</p>
Silvia Matras
1. Okt. 20182 Min. Lesezeit
Theater in der Josefstadt: Der Gott des Gemetzels (Yasmina Reza)
<p>Herbert Föttingers gewagtes Rezept, bekannte Vorlagen aus Film und Theater neu aufzustellen, ist auch diesmal wieder aufgegangen. Theaterbegeisterte erinnern sich an die Aufführung im Burgtheater aus 2008 mit Maria Happel, Annette Christiane Pölnitz, Joachim Meyerhoff oder an die Verfilmung (2011) mit Christopher Waltz, Judie Foster, Kate Winslet, John Relley. Da wie dort – große Schauspielkunst. […]</p>
Silvia Matras
17. Sept. 20182 Min. Lesezeit
Mephisto nach dem Roman von Klaus Mann. Burgtheater
<p>Der Regisseur Bastian Kraft hat sich viel vorgenommen – in manchen Szenen zu viel. Der Roman von Klaus Mann (Sohn von Thomas Mann) war in den 1920er Jahren mit dem Schauspieler Gustaf Gründgens befreundet. Seine Schwester Erika Mann war kurz sogar mit Gründgens verheiratet. Aus der Freundschaft wurde Distanz, um nicht zu sagen Verachtung. Verachtung […]</p>
Silvia Matras
14. Sept. 20182 Min. Lesezeit
„Maslans Frau“ + „Tiefer als der Tag“ im „Thalhof wortwiege“, Reichenau an der Rax.
<p>loniGroßartig die Novelle „Maslans Frau“ von Marie von Ebner-Eschenbach und großartig Petra Gstrein in der Rolle der Evi, Maslans Frau!Diese hochdramatische Novelle erzählt sehr leise von Liebe, Leidenschaft, Raserei, Verzeihen. Es war ein Leichtes, das Werk zu dramatisieren, denn Marie von Ebner-Eschenbach schrieb es in lebendigen, intensiven Dialogen. Anna Maria Krassnigg/Anna Poloni folgt in der […]</p>
Silvia Matras
27. Aug. 20182 Min. Lesezeit
„Shakespeare im Park“: Viel Lärm um Nichts
<p>Es wird gehuscht, gerannt, gerutscht, gerauft, gekämpft und heftig gestritten und intrigiert. Shakespeare „auf jung“. Die (manchmal übertriebene) Dynamik verdankt die Inszenierung Roberta Brown, einer Kampfchoreografin aus den USA. Dass die drei Prinzen zu Beginn im Fußballerdress auftreten ist ein müder Gag. Eine etwas ruhigere Choreografie hätte dem Stück gut getan. Dann wären Wortwitz und […]</p>
Silvia Matras
31. Juli 20181 Min. Lesezeit
Festspiele Reichenau 2018 -Zusammenfassung
<p>Zuerst meine – sehr persönliche – Reihung der diesjährigen Aufführungen: Platz 1 : Tennessee Williams: Endstation Sehnsucht Platz 2: A. Schnitzler: Das Vermächtnis Platz 3: Franz Werfel: Cella Platz 4: Joseph Roth: Das falsche Gewicht Platz 5: Kabarett: „Schau’n Sie sic das an!“ Meine Begründungen und Kommentare: Zu T. Williams, Endstation Sehnsucht Der „Neue […]</p>
Silvia Matras
23. Juli 20183 Min. Lesezeit
Wilde-Jelinek: Ernst ist das Leben. Burg Perchtoldsdorf
<p>Ob man die Komödie Wildes oder die Bearbeitung Jelineks besser findet, ist Geschmacksache. Ob man die Überinszenierung von Michael Sturminger gut findet, hängt davon ab, ob man Klamauk grundsätzlich mag. Man darf ihn mögen, man darf ihn auch nicht mögen. Ich gehöre zu denen, die ihn nicht mag. Nicht grundsätzlich, eher nur weil er schon […]</p>
Silvia Matras
30. Juni 20182 Min. Lesezeit
Eugene O’Neill, Eines langen Tages Reise in die Nacht. Burgtheater
<p>Andrea Breths Inszenierung gerät tatsächlich als lange Reise, die dem Zuschauer einige Geduld und Sitzfleisch abverlangt. Von Andrea Breth sagt man ja, dass sie jeden Beistrich mitinszeniert. In O’Neills Drama inszeniert sie auch jeden Punkt und Gedankenstrich zu einer langweilig ausufernden Zeremonie. Das Drama, in dem eine Familie an ihren eigenen Lügen erstickt, erstickt auch […]</p>
Silvia Matras
13. Mai 20181 Min. Lesezeit
Felix Mitterer: In der Löwengrube. Theater in der Josefstadt.
<p>Wenn Mitterer draufsteht, dann sind Spannung, Aktualität und Dramatik garantiert drinnen!. Geschickt verflicht Mitterer in dem Stück drei historische Handlungsstränge aus der Zeit des Nationalsozialismus.: 1938 wurden zahlreiche Schauspieler jüdischer Abstammung in den Theatern in Deutschland und Österreich ( unter anderem auch im Theater in der Josefstadt) entlassen. Als Hauptgrundlage diente Mitterer jedoch die Geschichte […]</p>
Silvia Matras
12. Mai 20182 Min. Lesezeit
Ronald Harwood, Der Garderober. Kammerspiele der Josefstadt
<p>Ein Theaterabend mit großartigen Schauspielern. Ein gediegener Text, der die Handschrift eines gewieften Dramatikers trägt. Kurz: Ein toller Abend. Garderober wird einer genannt, der sich für „seinen“ Schauspieler aufopfert, mit unendlicher Geduld seine Launen erträgt und dafür sorgt, dass alle Requisiten bereit liegen, die Kostüme gereinigt und geflickt sind und vor allem, dass sein „Herr […]</p>
Silvia Matras
7. Mai 20182 Min. Lesezeit
Madame Bovary. Theater in der Josefstadt (Bühnenfassung Anna Bergmann und Marcel Luxinger)
<p>Eine interessante, aber etwas mühevolle (für den Zuseher) Inszenierung von Anna Bergmann. Die Aufteilung der Hauptperson Emma Bovary auf fünf Schauspielerinnen wirkt wie eine modische Regieidee. (Besser gelungen ist das Jelinek in ihrem Eurydike-Text. Gar nicht gelungen in der „Romeo und Julia“-Inszenierung im Volkstheater) Maria Köstlinger ist die Hauptfigur und sie spielt die Rolle mit […]</p>
Silvia Matras
2. Mai 20182 Min. Lesezeit
Ferdinand Schmalz, jedermann (stirbt). Burgtheater
<p>Was ergeben: Ein kluger Text (Schmalz), eine ebenso kluge Regie (Stefan Bachmann), ein faszinierendes Bühnenbild (Olaf Altmann), interessante Kostüme (Esther Geremus) und dazu noch Live Musik (Sven Kaiser und Béla Fischer jr.) – also was ergibt das alles zusammen? – Einen spannenden Theaterabend! Ferdinand Schmalz hat sich an den „heiligen, unantastbaren“ Text des „Jedermann“ gewagt […]</p>
Silvia Matras
30. Apr. 20181 Min. Lesezeit
„All About Eve“ in den Kammerspielen
<p>Ich gehöre wahrscheinlich zu den wenigen, die den Film von Mankiewicz (1950) nie gesehen haben. Deshalb trübten keine Vergleiche das pure Vergnügen. Die deutsche Bearbeitung von Daniel Kehlmann ist gelungen, die Regie von Herbert Föttinger flott. Walter Vogelweider lieferte ein karges Bühnenbild, gerade so wenig oder viel, wie es brauchte, um einen Raum zu imaginieren. […]</p>
Silvia Matras
25. März 20182 Min. Lesezeit
Oliver 2.0 -Fehler im System. Komödie von Folke Brabant. Theater Akzent
<p>Es gibt sie noch – die gescheite Komödie. Was ist eine „gescheite Komödie“? – Ein Widerspruch auf den ersten Blick. Tiefsinnig, wenn man weiter denkt. Wenn hinter dem Lachen Erkenntnisse aufblitzen über das Leben und die Gefahren. Folke Brabant schrieb so eine. Und Makon Hirzenberger setzte sie grenzgenial um. Dem spielfreudigen Ensemble setzte er der […]</p>
Silvia Matras
17. März 20182 Min. Lesezeit
„Weibsbilder“ im Theater Akzent
<p>Angelika Kirchschlager (am Klavier begleitet von Arabella Cortesi), Maria Happel und Ulrike Beimpold entwarfen verschiedene Bilder vom Weib. Da leider kein Programmzettel vorlag, wusste man zu Beginn nicht so recht, wo der Weg hingehen sollte. So langsam entkernte sich ein Thema: Der Blick auf „Frau“, die endlich auch „offiziell zur Gattung Mensch gezählt wird“, reicht […]</p>
Silvia Matras
31. Dez. 20171 Min. Lesezeit
Alexander Ostrowskij, Schlechte Partie. Burgtheater
<p>Der Regiesseur Alvis Hermanis setzt auf Tragikkomödie, Trash und Slapstick. Auf der Drehbühne entfaltet er ein Kaleidoskop bürgerlicher Szenarien: Sofas, Vitrinen, Fauteuils, jede Menge Familienfotos und Pistolen als Wandschmuck. Die Bühne als Spiegelbild der Gesellschaft – gut. Auf den Sofas schnarchen betrunkene Kaufleute, Beamten. Und einige im Puplikum schließen sich an und machen ihr Weihnachtsnickerchen. […]</p>
Silvia Matras
27. Dez. 20172 Min. Lesezeit
Henrik Ibsen: Ein Volksfeind. Burgtheater
<p>Eigentlich müsste es heißen: „Ein Volksfeind. NACH Ibsen“. Denn Frank -Patrick Steckel schrieb eine- faszinierende – Neufassung in deutscher Sprache, und seine Tochter Jette Steckel setzte sie congenial um. Als Dr. Stockmann, Querdenker und meinungsunabhängiger Kämpfer gegen Korruption, agiert Joachim Meyerhoff. Wie immer – ein exzellenter Einzelgänger, wie das Publikum ihn kennt und schätzt. Das […]</p>
Silvia Matras
11. Dez. 20173 Min. Lesezeit
Shakespeare: Richard III. Im Bronski & Grünberg Theater
<p>Ein neues Theater mischt auf! Klein, verwinkelt , in der Atmosphäre an die wunderbare Zeit der progressiven Kellertheater erinnernd. Es geht in die zweite Saison und schon spricht die Theatergemeinde von ihm: „Warst du schon im Bronski?“ fragt einer den anderen. Alexander Pschill legt als einer der Leiter und Ideengeber das Konzept auf der Homepage […]</p>
Silvia Matras
28. Nov. 20172 Min. Lesezeit
Oscar Wilde: Bunbury. Theater Akzent
<p>Ein herrlicher Spaß! Ich konnte mich nur wundern, wie aus der eher langweiligen Salonkomödie eine e c h t e Komödie geworden ist. Das ist einerseits dem quirlig-energiegeladenen Ensemble und andrerseits dem Regisseur Hubsi Kramar zu verdanken. Der lässt nämlich, so erzählte er mir, bei der Probe jeden noch so absurden Einfall gelten und ins […]</p>
Silvia Matras
27. Nov. 20172 Min. Lesezeit
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