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Willkommen
auf dem bunten Kulturmarkt von Silvia Matras.
Ich bin immer neugierig, nie objektiv, dafür ehrlich!
Ich schreibe mehr aus der Seele als aus dem Kopf.
„Dionysien“. Das Landestheater Salzburg im Festspielhaus Salzburg
<p>Carl Philip v0n Maldeghem, seit 2009 Intendant des Salzburger Landestheaters, hatte den genialen Einfall, das antike Fest des Gottes Dionysos, die so genannten „Dionysien“ nach Salzburg zu verlegen. Dazu mietete er sich im Festspielhaus ein und lud das Publikum zu einem vierstündigen grandiosen Fest ein.Dionysos war der Gott des Weines, des Rausches, des Frühlings und […]</p>
Silvia Matras
6. Nov. 20174 Min. Lesezeit
Aischylos: Die Perser. Akademietheater
<p>Michael Thalheimer gilt als radikaler Regisseur, der tief in das Fleisch eines Stückes schneidet. Seine Inszenierungen an der Burg – Elektra von Hofmannsthal oder Jelineks Schutzbefohlene – tragen den Stempel eines unerbittlichen Regisseurs, der bis an die Grenzen geht. So auch in „Die Perser“ von Aischylos. Auf der kahlen Bühne (Olaf Altmann) schreitet Atossa, die […]</p>
Silvia Matras
31. Okt. 20172 Min. Lesezeit
Ernst Lothar, Der Engel mit der Posaune. Theater in der Josefstadt
<p>Gleich vorweg: Dieses schwierige und gigantische Projekt konnte nur dank der gelungenen Bühnenfassung von Susanne F. Wolf gelingen. Den Roman, der über 500 Seiten umfasst und die Geschichte einer Wiener Familie von 1889 (Selbstmord des Kronprinzen Rudolf) bis zur Machtübernahme der Nazis, packend auf die Bühne zu bringen, ist schon eine Meisterleistung. Dazu muss noch […]</p>
Silvia Matras
28. Sept. 20172 Min. Lesezeit
Salzburger Pfingstfestspiele: „La Sylphide“ -Ballett des Mariinsky-Theaters, Petersburg
<p>FürBallettkenner oder auch nur Liebhaber war die Aufführung eine herbe Enttäuschung. Das Petersburger Ballett des Mariinsky-Theaters brachte „La Sylphide“ in der ursprünglichen Fassung aus 1836, nach der Original-Choreografie von August Bournonville. Die Musik des unbekannten Komponisten Herman Severin Lovenskiold (1815-1870) war noch das Beste dieses Abends. Valery Ovsyanikov dirigierte brillant das Mozarteumorchester Salzburg. Nun muss […]</p>
Silvia Matras
10. Juni 20172 Min. Lesezeit
„Salon Zuckerkandl. 1938 geschlossen“ im KIP-Kultur im Prückel
<p>Dieses Theater unter dem Café Prückel muss man einfach mögen: Versteckt unter dem immer voll besetzten Café steigt man über Stufen hinunter in eine Welt von gestern, Jugendstilambiente in hellem Grün. Das Theater selbst hat noch das typische Flair eines ehemaligen Kellertheaters – allerdings auf edel: rote Sitze, roter Samtvorhang, die Guckkastenbühne rot ausgeschlagen. Und […]</p>
Silvia Matras
22. Apr. 20172 Min. Lesezeit
„Die Welt im Rücken“ nach dem Roman von Thomas Melle. Akademietheater.
<p>Es musste so kommen: Joachim Meyerhoff las den Roman „Die Welt im Rücken“ und wusste sofort: Diese Geschichte will ich auf die Bühne bringen! Die Affinität zwischen Meyerhoff und dem Autor Thomas Melle ist augenscheinlich, was nicht heißen soll, dass Meyerhoff unter derselben Krankheit (manisch-depressiv) leidet, aber dass er seit seiner Kindheit viel Verständnis für […]</p>
Silvia Matras
21. Apr. 20172 Min. Lesezeit
Orestie von Aischylos. Burgtheater
<p>Gleich vorweg: Eine faszinierender Abend mit großartigen sprachlichen Leistungen. So exakt und deutlich verstehbar hat man noch selten einen antiken Sprechchor erlebt (Leitung: Bernd Freytag)! Da könnten so manche Schauspieler im deutschsprachigen Raum lernen, wie geschultes Sprechen geht. Zum Stück: Vor allem ist der Erfolg des Abends der genialen Übersetzung von Peter Stein geschuldet. Ihm […]</p>
Silvia Matras
18. Apr. 20172 Min. Lesezeit
Shakespeare, Die Komödien der Irrungen. Burgtheater
<p>Eigentlich müsste es heißen: „Nach Shakespeare“, denn Shakespeare sah man keinen, nur Klamauk à la Herbert Fritsch, der für Regie und Bühne zuständig ist. Hat man als Zuschauer erst einmal begriffen, dass man nichts begreifen muss und auch nicht kann, weil auf der Bühne geschrien oder maximal unverständlich gebrabbelt wird, dann kann man sich entspannt […]</p>
Silvia Matras
23. Feb. 20172 Min. Lesezeit
„Die Verdammten“ nach Luchino Visconti. Theater in der Josefstadt
<p>Mit dem Regisseur Elmar Goerden hat die Josefstadt einen der interessantesten Theatermacher im deutschsprachigen Raum ins Haus geholt. Seine Inszenierungen von Ibsens „Borkman“ (2012) und „Kafka-Projekt“(2015) wurden mit Preisen für die beste Regie ausgezeichnet. Mit den „Verdammten“ liefern Goerden und das ganze Ensemble einen der intensivsten Theaterabende der laufenden Saison. Es geht um die Kruppfamilie. […]</p>
Silvia Matras
8. Feb. 20172 Min. Lesezeit
Joseph Lorenz liest „Der unbekannte S“ (Schnitzler) Theater Akzent. Wiederholung
<p>Wiederholungen von Abenden, die mich einmal begeisterten, sind eine gefährliche Sache. Oft stellt sich eine gewisse Enttäuschung ein. Nicht so, wenn Joseph Lorenz liest – fast muss man sagen – spielt. Alles wirkt wie das erste Mal gehört, seine Gesten, seine Mimik und vor allem der Stil seines Vortrages reißen mit. Wie eine Zuhörerin nachher […]</p>
Silvia Matras
24. Jan. 20172 Min. Lesezeit
Frankl&Niavarani: Reset. Theater Akzent
<p>Wenn es draußen so richtig grau ist und die Seele vor sich hin muffelt, dann hilft Lachen. Und das kann man ausgiebig in dieser Komödie. Roman Frankl und Michael Niavarani schrieben ein Stück, in dem die Pointen nur so durch die Bühne fliegen und im Publikum Dauerlachsalven provozieren. Des öfteren passiert es auch, dass die […]</p>
Silvia Matras
15. Jan. 20171 Min. Lesezeit
Der Sturm -Akademietheater, zweiter Besuch
<p>Es passiert nicht oft, dass ich ein Theaterstück mehr als einmal sehen will – der „Sturm“ war es wert! Beim zweiten Besuch konnte ich die Feinheiten des Textgewebes intensiver nachspüren. Was ich diesmal besonders genossen habe, war die Rolle von Oest, der zwischen Prospero und Erzähler, bzw. Shakespeare hin- und herwechselt, und das passiert ohne […]</p>
Silvia Matras
8. Jan. 20171 Min. Lesezeit
Arthur Miller: Hexenjagd. Burgtheater
<p>Dass Arthur Miller ein exzellenter Dramatiker ist, wissen wir. Dass er ein Gespür für die Gefahren in der Gesellschaft hat, wissen wir auch. Sein Drama „Hexenjagd“ schrieb er Anfang der 1950er Jahre vor dem Hintergrund der Kommunistenverfolgung durch den Ausschuss des Senators McCarthy in den USA. 1956 wurde er selbst vor den Ausschuss zitiert. Weil […]</p>
Silvia Matras
1. Jan. 20172 Min. Lesezeit
Ludwig II. nach dem Film von Luchino Visconti. Akademietheater
<p>Was für ein Abend! Man geht berauscht, verwirrt und seltsam gefesselt von so einer überwältigenden Bilderflut aus dem Theater. Und versucht sich an verschiedenen Interpretationen. Mein Rat: Gehen Sie nicht allein zu diesem Theaterabend, denn dann haben Sie nachher niemanden, mit dem sie darüber diskutieren können. Und Diskussion, Überlegung braucht es danach unbedingt. Am besten […]</p>
Silvia Matras
19. Dez. 20162 Min. Lesezeit
Kottan ermittelt – Bühne im Hof. St. Pölten
<p>Ich folge ja Nikolaus Habjan mit Begeisterung überall hin – diesmal nach St. Pölten in die sympathische „Bühne im Hof“. Dort ist freie Platzwahl und man hat sich etwas Witziges einfallen lassen: Im Programmheft gibt es eine Reservierungskarte zum Abtrennen. Darauf ist mit schwarzer Tinte zu lesen: „Hier sitzt“ – im freien Raum darunter schreibt […]</p>
Silvia Matras
17. Dez. 20162 Min. Lesezeit
Shakespeare. Sturm. Akademietheater
<p>GENIAL! Mehr Worte zu dieser Aufführung braucht es nicht! Einfach genial! Aber leider gibt es die Einwortkritik nicht. Was ein ordentlicher Berichterstatter oder Kritiker sein will, der muss fleißig palavern, gescheite Worte machen. Und eine ordentliche Kritikerin will ich ja sein. Also deshalb – Worte zu diesem Sturm, zur besten Aufführung dieser Saison : Die […]</p>
Silvia Matras
4. Dez. 20162 Min. Lesezeit
Joseph Lorenz liest: „Unbekannter Arthur S.“ im Theater Akzent/Studio
<p>Es war eine “ Joseph Lorenz-Woche“. Zum 85. Todestag Arthur Schnitzlers las Joseph Lorenz am 17.10. in der MedUni Wien die „Traumnovelle“ (s. dazu den Beitrag) und am 20. 10. in der Studiobühne im Theater Akzent „unbekannte Texte“. Ich weiß, ich wiederhole mich, aber ich kann es nicht oft genug schreiben, sagen: Seine Stimme, seine […]</p>
Silvia Matras
21. Okt. 20163 Min. Lesezeit
Hugo von Hofmannsthal: Der Schwierige. Theater in der Josefstadt
<p>Es ist schon recht schwierig mit dem Schwierigen. Inszeniert ihn ein Regisseur in einem traditionellen Bühnenbild, also in einem Wiener Salon der Jahrhundertwende, wird ihm sicher Einfallskosigkeit und Altertümelei vorgeworfen. Der Regisseur Janusz Kica entschied sich für eine moderne Version und ließ Karin Fritz eine kahle Bühne in Schwarz-Weiß bauen. Einziges Inventar eine niedere Bank. […]</p>
Silvia Matras
10. Okt. 20162 Min. Lesezeit
Yasmina Reza, Bella Figura. Akademietheater
<p>Gelbes Cabrio, blaues Meer, Strand – ein Bild wie aus einer Tourismuswerbung. Dazu ein Paar wie aus einem schlechten Film: Boris (wie immer mit bei einer Rezapartie: Joachim Meyerhoff), der zwischen nervösem Macher und ängstlichem Looser hin- und herpendelt und sich mit seiner langjährigen Geliebten Andrea (Caroline Peters) trifft, um „einen schönen Abend mit ihr […]</p>
Silvia Matras
13. Juni 20162 Min. Lesezeit
Lillian Hellman, Die kleinen Füchse. Theater in der Josefstadt
<p>Es war ein berührender und verstörender Abend. Das Spiel zwischen Regina (Sandra Cervik) und ihrem Ehemann Horace (Herbert Föttinger) war so beklemmend, so nahe an einer geglaubten oder echten Realität,dass dem Publikum der Atem stockte. Da sitzt der todkranke Mann im Rollstuhl und weiß um den Betrug der Familie und um die Machtgier seiner Frau. […]</p>
Silvia Matras
27. Mai 20162 Min. Lesezeit
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