Ewald Arenz: Fünf, Sechs, Sieben, Acht. Dumont
- Silvia Matras
- vor 1 Tag
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Anton ist ein erfolgreicher Choreograf und Stepptänzer. Als ihn die neue Theaterintendantin ganz ohne Vorwarnung kündigt, wird ihm der Boden unter den Füßen weggezogen. Als er noch dazu erfährt, dass Emma, seine eigene Tochter, seinen Posten als Chefchoreografin einnehmen wird, ist er verzweifelt. Was kommt nun mit 60 Jahren? Wird sein zukümftiges Leben nun vom Vogerlfüttern, Kartenspielen und Granteln erfüllt sein?
Dass seine Tochter ihn nicht vorgewarnt hat, das kränkt ihn ganz besonders. Er hätte sich eine Entschuldigug oder eine ehrliche Aussprache erwartet.
Wie immer in seinen Romanen greift Ewald Arenz ein wichtiges Lebensthema auf: Was tun, wenn die geliebte Arbeit nicht mehr möglich ist? 60 ist noch kein Alter für die Pension. Diesmal aber verfänngt sich der Autor in Wiederholungen - Anton und Emma füllen viele Seiten mit Streit, dessen Argumente sich wiederholen. Ihrer beider Kommunikationstil ist für Erwachsene ziemlich derb, Emma ist immerhin an die 30 und bemüht eine Sprache eines aufmüpfigen Teenagers. Das wirkt aufgesetzt. Die Suche nach seiner Jugendliebe Jo wirkt konstruiert , und deren Begegnung nach 30 Jahren ist ebenso von einer eher "schlichten" Gesprächskultur.
Das überaus "glückliche" Finale - alle lieben sich, alles glänzt nur so von Erfolg - riecht nach einem Ende wie in amerikanischen Filmen. Unbeantwortet bleibt die zu Beginn des Romans gestellte Frage: Was tun mit 60??


