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Fabian Burstein: Empowerment Kultur. Edition Atelier

  • Silvia Matras
  • 9. Okt. 2024
  • 1 Min. Lesezeit

Untertitel: Was Kultur braucht, um in Zeiten von Shitstorms, Krisen und Skandalen zu bestehen.

Ja, was braucht die Kultur? Diskurse! Transparenz! Und das beginnt in der Politik, dort, wo die Weichen für die Zukunft gestellt werden. Oft sind es keine Weichen, sondern Leichen. Es werden Direktoren und in letzter Zeit vor allem Diktorinnen für Theater, Museen etc bestellt. ohne dass vorher ein öffentlicher Diskurs darüber eingeleitet wurde.

Obwohl Fabian Burstein die letzten zehn Jahre vorwiegend in Deutschlands Kulturszene gearbeitet hat, kennt er als gebürtiger Wiener die österreichische Szene sehr gut und beobachtet sie kritisch. Einige seiner Forderungen sind nicht neu, wie etwa Kommunikation innerhalb divergierender Fronten, strenge Kontrolle der Hasspostings. Was er in Österreich zu Recht moniert, ist die Bestellung fachlich inkompetenter Leiter und Leiterinnen in wichtigen Kultursegmenten. (S 51f) „Die Skandalgeschichte der österreichischen Kulturbetreuung ist erschreckend“ (S74) Explizit stellt Fabian Burstein die Qualifikation der sogenannten Begutachtungskommissionen in Frage (76) und fragt, wo die fachkundigen Kontrollinstanzen wären. (ebda) Vor allem der von der SPÖ geführte Kulturbetreuung der Stadt Wien (Kaup -Hasler) wirft er mangelnde Transparenz vor. Und legt dar, wie wichtige Entscheidungen an SPÖ nahe Beratungsfirmen ausgelagert werden. Das ist in allen Parteien und auf allen Gebieten so üblich geworden. Zuletzt vermisst er mutige Medien, die diese Unklarheiten aufdecken.

Ein wichtiges Buch für alle, die sich schon immer fragen, wie es zu diversen Bestellungen auf dem Kuultursektor kommt

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