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Gioacchino Criaco, Schwarze Seelen. Aus dem Italienischen von Karin Fleischanderl. Folio Verlag

  • Silvia Matras
  • 23. Apr. 2016
  • 1 Min. Lesezeit

Criaco schreibt so, wie er seine Protagonisten leben lässt: wild, sich um keine Klarheiten kümmernd. Der Roman – wenn es denn einer ist – spielt überall dort in Italien, wo Entführung, ERpressung, Mord und Bestechung zum täglichen Ritual wie Zähne putzen oder essen und trinken gehört. Die männliche Jugend des Dorfes Africo in Kalabrien geht vormittag in die Schule, nachmittag bewachen sie „Schweine“ – so werden die Entführungsoper genannt. Manchmal kommt so was wie Zweifel an dem Tun auf. Aber immer siegt der Wunsch nach Geld. Ein Postraub bringt ziemlich viel, hält aber die Burschen nicht ab, weiter zu morden und zu entführen. Die Freunde enden in einem bombastischen Showdown: Einige sterben bei dem Versuch, der Verhaftung zu entkommen, einige landen im Gefängnis. Ermüdender Stil.

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