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Leila Slimani: All das zu verlieren. Luchterhand

  • Silvia Matras
  • 12. Mai 2022
  • 1 Min. Lesezeit

Aus dem Französischem von Amelie Thoma

Adèle führt ein Leben, das typisch ist für di gehobene Mittelklasse: Verheiratet mit Richard, einem gut verdienendem Chirurgen. Ob sie ihren kleinen Sohn und ihren Mann liebt, das weiß sie selbst nicht so genau. Denn das sichere Alltagsleben langweilt sie, ebenso ihr Beruf als Journalistin. Ihr Ausweg aus der Langweile und dem Lebensüberdruss – ist Sex, je billiger, brutaler – desto besser. Nach der zweiten Szene dieser Art beginnt sich allerdings der Leser auch zu langweilen. Man wundert sich nur, wie realistisch und spachlich großartig Slimani all diese Szenen, die eindander ähneln, hinbekommt. Es kommt, wie es kommen muss: Der Ehemann kommt dahinter. Aber zur Überraschung Adeles lässt er sich nicht scheiden, sondern versucht sie zu „heilen“, indem er sie liebevoll „einsperrt“ in einem neuen, schönen Haus, fernab von Paris und den Versuchungen. Das nützt nichts, nach einiger Zeit reißt Adèle aus und bricht zu neuen Sexabenteuern auf, bereit für einen tödlichen Sex.

Nach „Das Land meiner Mutter“ und „Dann schlaf auch du“ – ist dieses Buch für mich eine Enttäuschung, trotz der intensiven Sprache.

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