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Imperial Ball

  • Silvia Matras
  • 8. Dez. 2025
  • 2 Min. Lesezeit

Eine Produktion des "Grand Théâtre de Genève" mit "Johann Strauß Festjahr 2025 Wien" und der "Eastman Dance Company" in Kooperation mit "ImPulsTanz-Vienna International Dance Festival" und Tanzquartier Wien


Choreographie Sidi Larbi Cherkaoui, Bühne und Kostüm Tim Yip. Licht Jen Schriever.


Musikalische Leitung Constantin Trinks, Musik Johann Strauss. Wiener Kammerorchester




© Gregory Batardon
© Gregory Batardon

Ein Fest für alle Sinne! - Bildmächtige Kulisse, berauschend schöne Kostüme und eine mitreißende Musik, zu der Cherkaoui eine faszinierende Choreographie entwarf.


Strauss-Walzer und japanische Tradition! Das ergibt eine ungewöhnliche Kombination, die Staunen macht. Aus zwei Kulturen werden Kontraste ineinander verwoben.

Seit mehreren Jahren arbeitet Cherkaoui mit dem Hongkonger Künstler Tim Yip zusammen. Dieser schuf das kontrastreiche Bühnenbild: In der Mitte barocke Üppigkeit eines Ballsaales, seitlich von Kriegen zerstörte einstige Pracht. Diesen Bruch zwischen Üppigkeit und Scheinprunk spielt Tim Yip auch in den Kostümen durch: Im Ballsaal drehen sich Tänzer und Tänzerinnen in überladenen historisierenden Gewändern mit waghalsigem Kopfschmuck. Die Rückseite ist offen und nur bis zur Taille bedeckt


Eine pompös überladene Tafel wird eingefahren, Blumenpracht, schlanke Figurinen posieren und mischen sich unter die Tänzer. Im Walzerschritt dreht sich alles, bis die Szene bricht - man tanzt zum Donauwalzer Tango, akrobatischen Breakdance, der in Kampf ausartet und den japanischen Schwerttanz zitiert. Dann kippt alles - Ballsaal und Bankettszenerie verschwinden- östliche Kargheit beherrscht die Szene. Japanische Musik und Gesang füllen die Leere. Aus dem dunklen Bühnenhintergrund ertönt der fremdklingende Gesang von Kazutomi "Tsuki" Kozuki , begleitet von Zither- und Geigenklängen ( Tsubasa Hori, Shogo Yoshii )


Walzer ist ein Gesellschaftstanz und als solchen will Cherkaoui ihn als Demonstration der Macht interpretieren. Es kann aber leicht sein, dass das Publikum, von der überbordenden Bühnenpracht und dem wilden Tanzreigen derartig fasziert, auf die soziale Message pfeift und einfach nur genießt!!




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