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Tonkünstler - Orchester, Tschechischer Philharmonischer Chor Brünn, vier Solostimmen. Dirigent: Yutaka Sado

  • Silvia Matras
  • vor 1 Tag
  • 1 Min. Lesezeit

Yutaka Sado und die Tonkünstler @ Festspielhaus St. Pölten
Yutaka Sado und die Tonkünstler @ Festspielhaus St. Pölten

Programm: Anton Bruckner, Symphonie d-Moll "Nullte"


Den Beinamen "Nullte" gab Bruckner sellbst: Bei der Durchsicht seiner Werke meinte er, diese Symphonie entspäche nicht mehr seinen Vorstellungen und er versah die Noten mit einer durchgestrichenen Null.

Deshalb hört man sie auch nicht so häufig. Dieses Pejorativ wollte Yutaka Sado nicht so stehen lassen - er brachte sie an diesem Abend: Das Allegro - wie gewohnt bei Sado eine fein gesponnene Klangfläche. Das Andante . innig, darauf ein flottes Scherzo und ein Finalsatz, der sich langsam zu einem vivace steigert.


Nach der Pause die selten aufgeführte "Motette a capella. Chor ohne Orchester: "Christus factus est". Ordentlich, aber uninspiriert - leider.


Der Schluss dann die Enttäuschung: Ein Te Deum (Chor, Orchester und 4 Solostimmen)

Das war in diesem Bühnenraum einfach zu viel - der Chor outrierte, suchte das Orchester zu übertrumpfen. Die Sopranstimmen klangen schrill. Die Solostimmen waren recht ordentlich: Aleksandra Szmyd mit kräftigem Sopran, Anja Mittermüllers Mezzosopran ging völlig unter. Attilio Glaser war ein ordentlicher Tenor. Edwin Grossley-Mercer überzeugte mit seinem Bassvolumen. Aber Inspiration und Faszination wurden in der überzogenen Lautstärke erstickt.


 
 
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