Wiener Staatsballett: Matinee zum Ballett "Nijinsky" in der Choreografie von John Neumeier

2017 brachte John Neumeier das erste Mal eine Choreografie über Nijinsky unter dem Titel "Le Pavillon d`Armide" (gekoppelt mit "Le Sacre") nach Wien. Damals zeigte er Nijinsky gefangen in seiner Krankheit in einer Schweizer Klinik, wo er die letzten Jahre seines Lebens verbrachte. Kraft seiner Erinnerung und Phantasie versetzt er sich zurück in die Zeit, als er in Petersburg 1907 gemeinsam mit Anna Pavlova in dem gleichnamigen Stücke Triumphe feierte.
Nun darf man auf die neue Choreografie John Neumeiers gespannt sein:
Nastasja Fischer, die Chefdramaturgin des Wiener Staatsballetts, führte durch den Vormittag. Sie fasste die Biografie des berühmtesten Tänzers der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts so zusammen: " 10 Jahre Kindheit, 10 Jahre Ausbildung, 10 Jahre Tanz und 30 Jahre Aufenthalte in psychiatrischen Kliniken. Der 1889 in Kiew geborene Vaslav Nijinsky wollte immer nur eines: Der berühmteste Tänzer werden., was ihm schon gleich nach der Ausbildung gelang. Sergej Djagilew machte ihm zum Star der Truppe "Ballets Russes" . Sein Leben hieß - Tanz. Das änderte sich auch nicht in der Ehe. Seine Ehefrau Romola verehrte, liebte und pflegte ihn bis zu seinem Tod.
Leider war John Neumeier nicht persönlich anwesend. Statt dessen sah man einige Ausschnitte aus Probenvideos, und seine Mitarbeiter Sonja Tinnes und Piotr Stanczyk sprachen ausführlich über die choreografischen Grundideen des Meisters. Rosa Pierro zeigte ihr Können in der Rolle der ....Leider musste Kantaro Mitsumori seinen Auftritt als Nijinsky krankheitsbedingt absagen.
Première: 20. Oktober 2026. Weitere Termine unter: www.wiener-staatsoper.at


