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Willkommen
auf dem bunten Kulturmarkt von Silvia Matras.
Ich bin immer neugierig, nie objektiv, dafür ehrlich!
Ich schreibe mehr aus der Seele als aus dem Kopf.
Oscar Wilde: Bunbury. Theater Akzent
<p>Ein herrlicher Spaß! Ich konnte mich nur wundern, wie aus der eher langweiligen Salonkomödie eine e c h t e Komödie geworden ist. Das ist einerseits dem quirlig-energiegeladenen Ensemble und andrerseits dem Regisseur Hubsi Kramar zu verdanken. Der lässt nämlich, so erzählte er mir, bei der Probe jeden noch so absurden Einfall gelten und ins […]</p>
Silvia Matras
27. Nov. 20172 Min. Lesezeit
Susanna Ernst: Der Herzschlag deiner Worte. Knaur
<p>Mhmmm, schwierig zu besprechen. Susanna Ernst ist nicht Rosamund Pilcher, aber auch nicht Elsa Ferrante oder Julie Zeh. Auch nicht Charlotte Link. Für mich, die ich gar keine Scheu vor Kitsch habe, ist dieser Roman doch zu kitschlastig. Eines steht fest: Susanna Ernst kann ganz gut schreiben, der Plot fließt nur so. Aber so viel […]</p>
Silvia Matras
22. Nov. 20171 Min. Lesezeit
Adriana Lecouvreur (Francesco Cilèa) an der Wiener Staatsoper
<p>Ein Abend der höchsten Qualität! Anna Netrebko als Adriana: Wenn sie die berühmte Arie „Ecco: respiro appena“ singt, dann vergißt man, dass man in der Oper sitzt- sie ist die Magd, die sich der Kunst und dem Künstler, der sie schafft, unterordnet, eine bescheidene Interpretin. In dieser zarten, innigen Arie setzt Netrebko ihr höchstes Können […]</p>
Silvia Matras
14. Nov. 20171 Min. Lesezeit
Stephanie Butland, Ich treffe dich zwischen den Zeilen. Knaur Verlag
<p>Mit viel sprachlichem Einfühlungsvermögen erzählt die Autorin von einer jungen Frau, die mit 10 Jahren von einem Moment auf den anderen beide Eltern verliert: Der arbeitslose Vater quält und schlägt seine Frau. Das Kind mit dem ungewöhnlichen Namen Loveday liebt ihn trotz allem, fürchtet zugleich um ihre Mutter. Als sie eines Tages von der Schule […]</p>
Silvia Matras
14. Nov. 20171 Min. Lesezeit
„Dionysien“. Das Landestheater Salzburg im Festspielhaus Salzburg
<p>Carl Philip v0n Maldeghem, seit 2009 Intendant des Salzburger Landestheaters, hatte den genialen Einfall, das antike Fest des Gottes Dionysos, die so genannten „Dionysien“ nach Salzburg zu verlegen. Dazu mietete er sich im Festspielhaus ein und lud das Publikum zu einem vierstündigen grandiosen Fest ein.Dionysos war der Gott des Weines, des Rausches, des Frühlings und […]</p>
Silvia Matras
6. Nov. 20174 Min. Lesezeit
Matthias Goerne/ Alexander Schmalcz: Winterreise. Festspielhaus St. Pölten
<p>Der Liederzyklus nach den wunderbaren Texten von Wilhelm Müller ist für jeden Liedsänger eine Herausforderung. Matthias Goerne, zur Zeit einer der besten, wenn nicht überhaupt der beste Interpret der „Winterreise“, bewies wieder einmal seine hohe Liedkunst und sensible Interpretation. Begleitet von dem hervor-ragenden Pianisten Alexander Schmalcz führte er sein Publkum in die tiefsten Tiefen, dort […]</p>
Silvia Matras
6. Nov. 20172 Min. Lesezeit
Macmillan/Mcgregor/Ashton – Ballettabend an der Wiener Staatsoper
<p>Der dreiteilige Ballettabend ist ganz der Tradition des britischen Balletts gewidmet und bietet für jeden Geschmack etwas: Den schwungvollen Auftakt macht Kenneth Mac Millan mit seiner Choreographie „Concerto“ nach Schostakowitsch, Klavvierkonzert Nr.2. Dirigent : Valery Ovsyanikov. Am Klavier hervorragend: Igor Zapravdin, der langjährige Ballett-Korrepetitor an der Wiener Staatsoper.. Ein Reigen in Blau und Lila, interessante […]</p>
Silvia Matras
4. Nov. 20171 Min. Lesezeit
Aischylos: Die Perser. Akademietheater
<p>Michael Thalheimer gilt als radikaler Regisseur, der tief in das Fleisch eines Stückes schneidet. Seine Inszenierungen an der Burg – Elektra von Hofmannsthal oder Jelineks Schutzbefohlene – tragen den Stempel eines unerbittlichen Regisseurs, der bis an die Grenzen geht. So auch in „Die Perser“ von Aischylos. Auf der kahlen Bühne (Olaf Altmann) schreitet Atossa, die […]</p>
Silvia Matras
31. Okt. 20172 Min. Lesezeit
Igor Stravinsky: Petruschka,Movements und der Feuervogel. Ballettabend in der Wiener Volksoper
<p>Ein Abend, an dem das Ensemble des Wiener Staatsopernballetts mit tänzerischer Überzeugungskraft und choreographischen Einfällen brillieren konnte. David Levi, an der Volksoper häufiger Gast, dirigierte mit viel Einfühlungsvermögen die Musik Stravinskys. Petruschka – Ballettmusik Igor Stravvinsky, 1911 Eno Peci, seit 2009 Solotänzer des Balletts der Wiener Staatsoper und erfolgreicher Choreograph, formte die ursprüngliche Choreographie von […]</p>
Silvia Matras
22. Okt. 20172 Min. Lesezeit
Joseph Lorenz las die Novelle „Lenz“ von Georg Büchner.
<p>Anlässlich des 180. Todestages von Georg Büchner las Joseph Lorenz die Novelle „Lenz“ im Alumni Club der Medizinischen Universität Wien. Wer sonst als Lorenz könnte es wagen, diese poetische Analyse eines beginnenden Wahns zu lesen? – Nein nicht lesen, leben, erleben lassen. Sich in die Person des vom Wahn getriebenen jungen Dichters Lenz hineinwerfen, mit […]</p>
Silvia Matras
17. Okt. 20171 Min. Lesezeit
Styne-Laurents-Sondheim: Gipsy. Volksoper
<p>Was kann man anderes über diese Aufführung sagen als: GROSSARTIG! Unter der intelligenten Regie von Werner Sobotka wirbelt ein exzellentes Ensemble in witzigen Kostümen (Elisabeth Gressel) über eine schlichte, aber passend eingerichtete Bühne (Stephan Prattes). Die Musik von Jule Styne ist mitreißend, leider sehr oft von Lorenz Aichner zu laut dirigiert, so dass Maria Happel […]</p>
Silvia Matras
3. Okt. 20172 Min. Lesezeit
Pierre Lemaitre, Drei Tage und ein Leben, aus dem Französischen Tobias Scheffel. Klett-Cotta Verlag
<p>Ein Kriminalroman mit umgekehrten Vorzeichen: Der Mörder ist der 12jährige Antoine. Enttäuschung, Zurücksetzung und Spott seiner heimlich angebeteten Nachbarin machen ihn so wütend, dass er den sechsjährigen Nachbarbuben Rémi mit einem Stock erschlägt. Das erfährt der Leser gleich auf den ersten Seiten. Im rasanten Erzähltempo geht der Autor sofort in medias res. Dann zieht er […]</p>
Silvia Matras
1. Okt. 20171 Min. Lesezeit
Ernst Lothar, Der Engel mit der Posaune. Theater in der Josefstadt
<p>Gleich vorweg: Dieses schwierige und gigantische Projekt konnte nur dank der gelungenen Bühnenfassung von Susanne F. Wolf gelingen. Den Roman, der über 500 Seiten umfasst und die Geschichte einer Wiener Familie von 1889 (Selbstmord des Kronprinzen Rudolf) bis zur Machtübernahme der Nazis, packend auf die Bühne zu bringen, ist schon eine Meisterleistung. Dazu muss noch […]</p>
Silvia Matras
28. Sept. 20172 Min. Lesezeit
Joseph Lorenz, Spiel im Morgengrauen. Theater Akzent
<p>Wenn Joseph Lorenz liest, dann ist die Studiobühne im Theater Akzent bis zum letzten Platz gefüllt. Diesmal also: „Spiel im Morgengrauen“ von Arthur Schnitzler. Ich kenne zur Zeit keinen Sprecher/Schauspieler, der Schnitzler besser lesen könnte als Joseph Lorenz. Mit hoher Sensibilität für Tempo, Zurücknahme, sich aufbauender Dramatik erzeugt Lorenz atemlose Spannung. Alles beginnt sehr unspektakulär: […]</p>
Silvia Matras
27. Sept. 20172 Min. Lesezeit
Elena Ferrante, Die Geschichte der getrennten Wege. Aus dem Italienischen von Karin Krieger. Suhrkamp
<p>Nun begleiten sie uns wieder für eine Weile: Elena und Lila aus Neapel, genauer aus dem heruntergekommenen Viertel Rione. Die späten 60er und die beginnenden 70er Jahre bilden den politische Rahmen. Das Buch ist eine Zeitreise in die eigene Vergangenheit vieler Leserinnen, die sich in der Figur Elenas teilweise wiedererkennen werden. Lila hat sich von […]</p>
Silvia Matras
21. Sept. 20173 Min. Lesezeit
André Uzulis, Hans Fallada, Biografie. Steffen Verlag
<p>Eine gut recherchierte Biografie, die trotz ihrer überpeniblen Genauigkeit nicht trocken oder langweilig wirkt. Fallada, mit bürgerlichem Namen Rudolf Dietzen (1993 -1947) lebte wahrlich in schweren Zeiten. Als Sohn eines gutbürgerlcihen Beamten (Richter) rebellierte er in der Jugend gegen ihn und das allzu geregelte Leben, plante mit einem Freund einen Doppelselbstmord, wobei er den Freund […]</p>
Silvia Matras
4. Sept. 20172 Min. Lesezeit
Das Pittsburgh Symphony Orchestra und Matthias Goerne in Grafenegg (31.August 2017)
<p>Wieder einmal hat der Wettergott dreingepfuscht, und das Konzert musste vom Wolkenturm ins Auditorium verlegt werden. Wahrscheinlich hatten die Musiker des Pittsburgh Orchesters und der Dirigent Manfred Honeck sich auf die Akustik des Wolkenturms eingestellt, wo ja so richtig auf die Pauke gehaut werden darf, ohne dass Wände und Ohren bersten. Das Auditorium hingegen fasst […]</p>
Silvia Matras
1. Sept. 20172 Min. Lesezeit
Melanie Raabe. Die Falle. btb
<p>Melanie Raabe kann Spannung erzeugen, den Leser fesseln. Der Trick: kein Dedektiv forscht endlos langweilig, sondern die Zeugin eines Mordes sucht den Mörder in eine Falle zu locken. Dann beginnt ein Katz- und Mausspiel, in dem der Mörder den Spieß umdreht und der Zeugin suggeriert, sie wäre die Mörderin! Ein genialer Einfall der Autorin. Durch […]</p>
Silvia Matras
12. Juli 20171 Min. Lesezeit
Nurejew-Gala 2017. Wiener Staatsoper
<p>Ein rauschendes Fest für Augen und Ohren! Manuel Legris ließ seine „Puppen tanzen“ – und wie! Nach einer eher einschläfernden Introduktion aus Dornröschen ging es in ein „Solo“, das von Kimoto, Szabo und Wielick mit Höllentempo nach Musik von Bach hingetanzt wurde. Man war wach – und das war gut so, denn schon folgte einer […]</p>
Silvia Matras
30. Juni 20172 Min. Lesezeit
DDelphine de Vigan, Das Lächeln meiner Mutter. Droemer. Aus dem Französischen von Doris Heinemann
<p>Es ist eines der Hauptthemen, das Delphine de Vigan immer wieder beschäftigt: Die Frage, wieviel in einem Roman, einem literarischen Werk jeglicher Gattung Fiktion, wieviel reine Berichterstattung sein darf. In dem vorliegenden Fall eine besonders heikle Frage, da es sich um die Aufarbeitung der Krankheit (Schizophrenie) ihrer Mutter, die sich dasLeben nahm, handelt. „Anfangs, als […]</p>
Silvia Matras
25. Juni 20172 Min. Lesezeit
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