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Willkommen
auf dem bunten Kulturmarkt von Silvia Matras.
Ich bin immer neugierig, nie objektiv, dafür ehrlich!
Ich schreibe mehr aus der Seele als aus dem Kopf.
Barbara Rieger, Bis ans Ende, Marie. Kremayr&Scheriau
<p>Barbara Rieger wird zur so genannten jungen Literatur gezählt. Und in mir entsteht der Verdacht – nach einigen Romanen dieses Genres und vielen Stunden, die ich mit Lesen dieser verbrachte, dass junge Literatur zumeist sich aus folgenden Verben zusammensetzt: ficken, kotzen, saufen, kiffen. Nun aber etwas ernster: Die Icherzählerin -jeder 2. Satz beginnt mit „Ich“ […]</p>
Silvia Matras
26. Sept. 20181 Min. Lesezeit
Wiener Staatsballett: Ein Sommernachtstraum. Volksoper
<p>Um es gleich auf den Punkt zu bringen: Unterhaltsam, kraftvoll, witzig, seine Sprünge gut in der Rolle fixiert, seine Mimik und Gestik als Puck voll erfüllend war an diesem Abend: Richard Szabo. Er sorgte dafür (mit den kleinen Glühwürmchen-Elfen) dass das Publikum bei der Stange blieb und die endlos langen und langweiligen Gruppentänzchen – alle […]</p>
Silvia Matras
24. Sept. 20181 Min. Lesezeit
Festspielhaus St. Pölten: Acosta Danza und das Tonkünstler Orchester Niederösterreich: Carlos Acosta a Celebration
<p>In dem 4-teiligen Abend konnte die weltbekannte Gruppe „Acosta Danza“ ihre Vielseitigkeit unter Beweis stellen. In „Punta a Cabo“ bringt die Gruppe ihre Stärke im Streetdance à la Westside-Story an. Unter der Choreographie von Alexis Fernandez erlebt man vor der Videowand, die vielleicht Havanna und die Promenade El Malecon zu verschiedenen Tageszeiten zeigt, die vitalen […]</p>
Silvia Matras
23. Sept. 20182 Min. Lesezeit
Staatsoper: Solistenkonzert Günther Groissböck. Am Flügel Gerold Huber
<p>Nicht gerade häufig ist Günther Groissböck an der Staatsoper zu hören. Als König Heinrich im Lohengrin zum Saisonende und vor Jahren als Wassermann in Rusalka. Daher war der Liederabend eine gute Gelegenheit, diesen exzellenten Bass wieder zu erleben. Im ersten Teil waren die „Vier ersten Gesänge“ von J. Brahms und Robert Schuhmanns „Liederkreis op.39“ zu […]</p>
Silvia Matras
23. Sept. 20181 Min. Lesezeit
Theater in der Josefstadt: Der Gott des Gemetzels (Yasmina Reza)
<p>Herbert Föttingers gewagtes Rezept, bekannte Vorlagen aus Film und Theater neu aufzustellen, ist auch diesmal wieder aufgegangen. Theaterbegeisterte erinnern sich an die Aufführung im Burgtheater aus 2008 mit Maria Happel, Annette Christiane Pölnitz, Joachim Meyerhoff oder an die Verfilmung (2011) mit Christopher Waltz, Judie Foster, Kate Winslet, John Relley. Da wie dort – große Schauspielkunst. […]</p>
Silvia Matras
17. Sept. 20182 Min. Lesezeit
Mephisto nach dem Roman von Klaus Mann. Burgtheater
<p>Der Regisseur Bastian Kraft hat sich viel vorgenommen – in manchen Szenen zu viel. Der Roman von Klaus Mann (Sohn von Thomas Mann) war in den 1920er Jahren mit dem Schauspieler Gustaf Gründgens befreundet. Seine Schwester Erika Mann war kurz sogar mit Gründgens verheiratet. Aus der Freundschaft wurde Distanz, um nicht zu sagen Verachtung. Verachtung […]</p>
Silvia Matras
14. Sept. 20182 Min. Lesezeit
Grafenegg Festival: Sächsische Staatskapelle Dresden: Prokofjew und Mahler
<p>Ein Programmkonzept, das immer aufgeht: Vor der Pause ein Violinkonzert mit einer tollen Geigerin und viel Gefühl, nach der Pause die Wucht einer Symphonie. So vor einer Woche mit der sensationellen Geigerin Hilary Hahn, die das Violinkonzert von Sibelius spielte und das Publikum intensiv mitnahm, danach Beethovens 5. Diesmal spielte die aus Georgien stammende junge […]</p>
Silvia Matras
9. Sept. 20182 Min. Lesezeit
Evelyn Waugh; Expedition eines englischen Gentleman. Diogenes. Aus dem Englischen: Matthias Fienbork
<p>Der Autor und Reisejournalist Evelyn Waugh reiste im Oktober 1930 nach Addis Abeba, um über die Krönung Haile Selassies zum König von Äthiopien zu berichten. Für mich ist dieses Buch eine Reise in die Vergangenheit meiner eigenen Vergangenheit. Nein, ich bin noch nicht so alt, dass ich dieses Ereignis hätte miterleben können. Aber die beschriebenen […]</p>
Silvia Matras
3. Sept. 20182 Min. Lesezeit
Lucía Puenzo, Die man nicht sieht. Wagenbach
<p>Dem Wagenbach-Verlag muss großes Lob gespendet werden, weil er sich um junge Literatur, insbesondere um lateinamerikanische Erzählerinnen bemüht. Lucía Puenzo, geboren 1976 in Buenos Aires, gehört zu den erfolgreichsten Schriftstellerinnen Argentiniens. Als Filmemacherin heimste sie beim Filmfestival in Cannes für ihren Debütfilm „XXY“ viele Preise ein. Auch als Romanautorin ist sie äußerst erfolgreich. Mit dem […]</p>
Silvia Matras
2. Sept. 20182 Min. Lesezeit
„Maslans Frau“ + „Tiefer als der Tag“ im „Thalhof wortwiege“, Reichenau an der Rax.
<p>loniGroßartig die Novelle „Maslans Frau“ von Marie von Ebner-Eschenbach und großartig Petra Gstrein in der Rolle der Evi, Maslans Frau!Diese hochdramatische Novelle erzählt sehr leise von Liebe, Leidenschaft, Raserei, Verzeihen. Es war ein Leichtes, das Werk zu dramatisieren, denn Marie von Ebner-Eschenbach schrieb es in lebendigen, intensiven Dialogen. Anna Maria Krassnigg/Anna Poloni folgt in der […]</p>
Silvia Matras
27. Aug. 20182 Min. Lesezeit
Elsa Ferrante, Die Geschichte des verlorenen Kindes.Suhrkamp
<p>Eine Enttäuschung! Nach den spannenden und gut geschriebenen ersten 3 Teilen ist der Autorin offenbar die Erzählluft ausgegangen. Die Geschichte umfasst die 70er -bis 2000er Jahre. Wenig politisch, eher leicht hysterische Nabelschau. Die Erzählerin erreicht als Schriftstellerin ein gewisses Maß an Bekanntheit, ihre Scheidung von Ehemann, ihr Scheitern der neuen Beziehung mit Nino, das Erdbeben […]</p>
Silvia Matras
25. Aug. 20181 Min. Lesezeit


Mein Hoteltipp für den Sommer im Salzkammergut: Schlosshotel Iglhauser am Mattsee
<p>Als beruflich und privat Vielreisende ist mir eine schöne, angenehme Unterkunft besonders wichtig. Es muss kein Luxushotel sein. Eher bevorzuge ich kleine, von Familien geführte Hotels. Für meinen Aufenthalt während der Salzburger Festspiele fand ich den idealen Platz: Das Schlosshotel Iglhauser am Mattsee. Frau Iglhauser Senior kocht fantastisch, Herr Iglauser Senior versorgt die Gäste mit […]</p>
Silvia Matras
10. Aug. 20181 Min. Lesezeit
Salzburger Festspiele 2018
<p>Ein Überblick über die Vorstellungen, die ich besuchte. Mit sehr persönlichen Gedanken. Den Auftakt machten Jonas Kaufmann und Diana Damrau mit Liedern aus dem „Italienischem Liederbuch“in der deutschen Fassung von Paul Heyse, vertont von Hugo Wolf. Auf dem Klavier begleitete sie einfühlsam wie immer der großartige Pianist Helmut Deutsch. Es war ein vergnüglicher Abend, […]</p>
Silvia Matras
9. Aug. 20183 Min. Lesezeit
„Shakespeare im Park“: Viel Lärm um Nichts
<p>Es wird gehuscht, gerannt, gerutscht, gerauft, gekämpft und heftig gestritten und intrigiert. Shakespeare „auf jung“. Die (manchmal übertriebene) Dynamik verdankt die Inszenierung Roberta Brown, einer Kampfchoreografin aus den USA. Dass die drei Prinzen zu Beginn im Fußballerdress auftreten ist ein müder Gag. Eine etwas ruhigere Choreografie hätte dem Stück gut getan. Dann wären Wortwitz und […]</p>
Silvia Matras
31. Juli 20181 Min. Lesezeit
Festspiele Reichenau 2018 -Zusammenfassung
<p>Zuerst meine – sehr persönliche – Reihung der diesjährigen Aufführungen: Platz 1 : Tennessee Williams: Endstation Sehnsucht Platz 2: A. Schnitzler: Das Vermächtnis Platz 3: Franz Werfel: Cella Platz 4: Joseph Roth: Das falsche Gewicht Platz 5: Kabarett: „Schau’n Sie sic das an!“ Meine Begründungen und Kommentare: Zu T. Williams, Endstation Sehnsucht Der „Neue […]</p>
Silvia Matras
23. Juli 20183 Min. Lesezeit
Olivia Elkaim, Modigliani, mon amour. Verlag Ebersbach & Simon.
<p>Elkaim beschreibt die furiose Liebe zwischen dem Maler Modigliani und der um 14 Jahre jüngeren „Hobbymalerin“ Jeanne Hébuterne. Sie stammt aus einem bigotten, tiefbürgerlichen Haus, verlässt ihre Eltern und zieht ins Atelier Modiglianis. Erlebt die Pariser Kunstszene gegen Ende des 1. Weltkrieges. Wird schwanger, erleidet Hunger, Verlustängste, Modigliani lässt sie immer wieder im Stich. Als […]</p>
Silvia Matras
16. Juli 20181 Min. Lesezeit
Eifman Ballett St. Petersburg: Tschaikovsky: Pro et Contra
<p>Der Großmeister des erzählenden Balletts hat wieder eine großartige Choreographie präsentiert!!!! Er scheut sich nicht, das Leben des Komponisten mit packenden Bildern aus den berühmten Balletten „Schwanensee“, Nussknacker“, „Eugen Onegin“ und „Pique Dame“ zu verknüpfen und Rückschlüsse auf das Schicksal Tschaikovskys zu schließen. Tschaikovsky liegt im Sterben, ihn plagen Dämonen, sein Alter Ego drängt ihn […]</p>
Silvia Matras
30. Juni 20181 Min. Lesezeit
Wilde-Jelinek: Ernst ist das Leben. Burg Perchtoldsdorf
<p>Ob man die Komödie Wildes oder die Bearbeitung Jelineks besser findet, ist Geschmacksache. Ob man die Überinszenierung von Michael Sturminger gut findet, hängt davon ab, ob man Klamauk grundsätzlich mag. Man darf ihn mögen, man darf ihn auch nicht mögen. Ich gehöre zu denen, die ihn nicht mag. Nicht grundsätzlich, eher nur weil er schon […]</p>
Silvia Matras
30. Juni 20182 Min. Lesezeit
Jürgen-Thomas Ernst, Schweben. Braumüller Verlag
<p>Für mich eine Neuentdeckung! Jürgen-Thomas Ernst hat , unbemerkt vom Feuilleton, eine kleine Kostbarkeit geschrieben. Seine bewusst einfache, klare Sprache ist angepasst an das Tun und Denken der beiden Protagonisten Josef und Rosa. Beide sind nicht mit Reichtümern gesegnet, arbeiten unter widrigen Umständen in einer Fabrik. Aber sie haben einander – schon allein der Gedanke […]</p>
Silvia Matras
16. Juni 20181 Min. Lesezeit
Anthony McCarten: Jack. Diogenes Verlag
<p>Ich gehöre einer Generation an, die sich aus den „Beatniks“ nicht viel gemacht hat. Für mich war diese Strömung der Wilden, Drogensüchtigen, Rauschdichter etc passé. Ich habe die Literatur dazu einfach nicht beachtet. Nun bekomme ich McCartens Roman „Jack“ in die Hand. Gleich einmal entstand für mich die Frage: Ist das nun ein Roman, eine […]</p>
Silvia Matras
12. Juni 20182 Min. Lesezeit
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