top of page

Willkommen
auf dem bunten Kulturmarkt von Silvia Matras.
Ich bin immer neugierig, nie objektiv, dafür ehrlich!
Ich schreibe mehr aus der Seele als aus dem Kopf.
Manfred Bruckner, In mir das Dorf. Verlag der Bibliothek der Provinz
<p>Nach Innerhofers „Schöne Tage“ gab es lange keine Romane über das Leben auf dem Land. Nach einer Welle von Familiengeschichten aus dem ehemaligen Ostdeutschland, dem ehemaligen Russland oder auch Georgien vermerke ich nun eine Rückwendung zu einer Literatur über das Leben in österreichischen Landen. Peschkas jüngster Roman „Putzt euch, tanzt, lacht“ oder Monika Hellers „Bagage“ […]</p>
Silvia Matras
18. Apr. 20202 Min. Lesezeit
Karin Peschka: Putzt euch, tanzt, lacht. Otto Müller Verlag
<p>Lange habe ich nichts mehr in mein „Kulturtagebuch“ alias Blog geschrieben. Die Live-Kultur ist ja zum Verstummen gezwungen worden: Theater, Oper, Kino müssen stumm und geschlossen bleiben. Erlass von oben, sprich von unser aller Beschützer namens Kurz. Wenn ich „Erlass“ höre oder lese, kommen mir arge Bedenken. Da gab es den Erlass des Kaisers, des […]</p>
Silvia Matras
14. Apr. 20202 Min. Lesezeit
Nell Leyshon: Die Farbe von Milch. Eisele Verlag
<p>Aus dem Englischen von Wibke Kuhn Ein Buch voller Poesie und zugleich hart wie gefrorenes Eis. „Mein Name ist Mary und ich habe gelernt ihn zu buchstabieren.“ So beginnt die fünfzehnjährige Mary ihr Tagebuch. Buchstabe für Buchstabe hat sie sich das Alphabet erobert. Lesen und Schreiben erst gelernt. Nun schreibt sie aus der Erinnerung über […]</p>
Silvia Matras
4. Apr. 20201 Min. Lesezeit
Luca Ventura: Mitten im August. Diogenes Verlag
<p>Ein wenig abtriften – schon das hilft in dieser bösen Zeit. Wer sich also nach Capri versetzen will, dem sei dieser Krimi empfohlen. Flüssig geschrieben, ganz ohne Moden, wie etwa überbordende Restaurants-oder gar Essensbeschreibungen. Auch keine lästig-langen Details von Orten. Ja, die bekannten Orte, wie Ana Capri, Capri oder Marina Piccola werden angesprochen, aber nicht […]</p>
Silvia Matras
30. März 20201 Min. Lesezeit
José Maria Arguedas: Die tiefen Flüsse. Wagenbach Verlag
<p>Aus dem peruanischen Spanisch von Suzanne Heinzt José Maria Arguedas gilt als einer der großen Vergessenen der peruanischen Literatur. 1911 in Andahuaylas geboren, studierte er Anthropologie und schrieb Gedichte auf Quechua und Romane auf Spanisch. 1969 beging er nach einer langen Depression Selbstmord. Der Roman handelt von dem Kind Ernesto, das von seinem Vater in […]</p>
Silvia Matras
30. März 20201 Min. Lesezeit
Peter Keglevic: Wolfsegg. Penguin Verlag
<p>Ein wuchtiger Roman! Wie ein Bild von Egger-Lienz oder eine Tragödie von Aischylos. Beim Lesen steigen Erinnerungen an Marlen Haushofers, „Die Wand“, Stifters „Bergkristall“, Innerhofers „Schöne Tage“ und Thomas Bernhards „Die Auslöschung“ auf. Keglevic scheut nicht vor Pathos zurück. Pathos, im Sinn von Leiderzählung, Leiderfahrung. Es schlägt zu und trifft den Leser in voller Wucht. […]</p>
Silvia Matras
26. März 20201 Min. Lesezeit
Tracy Chevalier: Violet. Atlantik Verlag
<p>Aus dem amerikanischen Englisch von Anne Rademacher. 1932 in Southampton, einer Kleinstadt im Süden Englands. Violet führt ein tristes Leben an der Seite ihrer quenglerischen Mutter. Es herrschen strenge Moralgesetze, die besonders für alleinstehende Frauen wie Violet gelten. Da wird getratscht, be- und verurteilt, immer vor den Türen der anderen, nie vor der eigenen gekehrt. […]</p>
Silvia Matras
15. März 20202 Min. Lesezeit
Theater Scala: Casanova kocht. Ein galantes Dinner im Jahr 1791.
<p>Buch und Regie: Bruno Max Eine handfest-witzige, ausgeklügelt derbe, gut gewürzte Regie des Regiemeisters Bruno Max macht den Abend zum puren Vergnügen. Zum Entstehen des Abends schreibt er: „Wir haben schamlos geplündert: musikalisch von Mozart, Vivaldi, Caterina Valente, Angelo Branduardi und Nino Rota. Literarisch und szenisch: von Casanova „Mein Leben“, „Die Nächte von Paris“ von […]</p>
Silvia Matras
14. März 20202 Min. Lesezeit
Peter Keglevic: Ich war Hitlers Trauzeuge. Penguin Verlag
<p>Da habe ich doch wirklich nach Harry Freudenthal im Internet gesucht! Viele Seiten lang war ich der Meinung, diese Figur kann Peter Keglevic nicht erfunden haben! In ihrer Absurdität muss sie im Wahnsinn des zu Ende gehenden Krieges gelebt haben! Aber nein – von Peter Keglevic nur gut erfunden! Er baute rund um Harry Freudenthal […]</p>
Silvia Matras
13. März 20201 Min. Lesezeit
Nell Leyshon: Der Wald. Eisele Verlag
<p>Aus dem Englischen von Wibke Kuhn Warschau zur Zeit des Zweiten Weltkrieges. Der kleine Pawel lebt mit Mutter Sofia, Großmutter und Tante wohlbehütet auf. Den Vater, der in den Widerstand gegangen ist, sieht er nur selten. Eines Tages bringt er einen schwer verwundeten englischen Kampfpiloten ins Haus. Da die Großmutter Ärztin ist, pflegt sie ihn. […]</p>
Silvia Matras
13. März 20201 Min. Lesezeit
Wiener Staatsballett: Lukács/Lidberg/Duato
<p>Es ist ein Abend, der sowohl Liebhaber des klassischen als auch die des zeitgenössichen Balletts zufrieden stellt. Mehr als nur zufrieden stellt. Beglückt! Faycal Karoui leitete gekonnt das Orchester der Wiener Staatsoper – mit Ausnahme der Zuspielung von „White Darkness“ MOVEMENTS TO STRAVINSKY Choreographie, Bühnenbild, Kostüme, Licht und Einstudierung: András Lukács. Musik: Auswahl von verschiedenen […]</p>
Silvia Matras
9. März 20202 Min. Lesezeit
Claus Dieter Schneider: Mitten in der Nacht am Tag. Verlag Bibliothek der Provinz
<p>Claus Dieter Schneider kennt und liebt seine Stadt Linz. In fein gesponnenen, literarischen Miniaturen setzt er den Bewohnern ein liebevolles Denkmal. Die Geschichten handeln vom Alltag, von einer Mutter, die ihrem Kind die Karte in den Zirkus nicht leisten kann. Von dem arbeitslosen Kopierer, der von einem riesigen Lottogewinn träumt und den Schein verschenkt. Von […]</p>
Silvia Matras
2. März 20201 Min. Lesezeit
Norbert Gstrein: Als ich jung war. Hanser Verlag
<p>„Als ich jung war, glaubte ich an fast alles, später an gar nichts mehr“, heißt es gleich auf den ersten Seiten. Und so erging es auch dem Leser – mir -: Als ich begann, glaubte ich an die Erzählung, an den Autor, der uns etwas zu sagen hat. Am Ende des Buches glaubte ich es […]</p>
Silvia Matras
2. März 20201 Min. Lesezeit


Franui & Wolfram Berger: Vortrag über nichts. Theater Akzent
<p>Kann man über nichts reden? – Ja, das tun wir tagtäglich, wenn wir smal-talken. „Wie geht es dir? “ Wie erwartet kommt die Antwort: „Gut, danke.“ An so einen Alltagsspeech dachte der bedeutende Avantgardemusiker John Cage (1912-1992) natürlich nicht , als er seinen Text „Lecture on nothing“ schrieb. Worum es ihm ging, habe ich – […]</p>
Silvia Matras
29. Feb. 20201 Min. Lesezeit
Zwangsvorstellung. Ein Karl-Valentin-Abend mit Robert Meyer und der Kantinenbrass
<p>Karl Valentin muss man nicht vorstellen. Robert Meyer auch nicht – beide sprach- und spielverliebte Künstler. Jedes Wort wird auf Sinn und Unsinn untersucht, auf die Goldwaage des Humors gelegt. Viele Schauspieler haben sich auf die Sätze des bayrischen Kabarettisten gesetzt, oft wurden aus den herrlichen Unsinnszweideutigkeiten eher banale Eindeutigkeiten. Nicht so bei Robert Meyer. […]</p>
Silvia Matras
27. Feb. 20201 Min. Lesezeit
Anton Tschechow: Der Kirschgarten. Theater in der Josefstadt
<p>Deutsche Fassung von Elisabath Plessen nach einer Übersetzung von Ulrike Zemme Regie: Amelie Niermeyer, Bühne: Stefanie Seitz, Kostüme: Annelies Vanlaere, Songs: Jan Fisher. Es sollte wohl der amüsante Untergang einer heutigen Gesellschaft sein. Aber das Daueramusement langweilt auf die Dauer. Das Abnormale wird normal, weil es nur das gibt. Keine Kontraste, keine Identifikationsfiguren, will heißen, […]</p>
Silvia Matras
25. Feb. 20202 Min. Lesezeit
Wilhelm Leibl in der Albertina
<p>Wilhelm Leibl (1844-1900) gehört zu den wichtigsten Vertretern des Realismus. „Male den Menschen so wie er ist, da ist die Seele ohnehin dabei“ ist sein Motto. Mit hingebungsvoller Geduld malt er Menschen aus seiner Umgebung, Verwandte, Freunde. Besonders berührend ist sein Bild „Drei Frauen in der Kirche“, an dem er vier Jahre arbeitete. Leider ist […]</p>
Silvia Matras
25. Feb. 20201 Min. Lesezeit
Christoph Poschenrieder: Der unsichtbare Roman. Diogenes.
<p>Christoph Poschenrieder liebt es , die Leser in Verwirrung zu setzen. Sie sollen sich fragen: Ist das wahr oder gut erfunden? In dem „unsichtbaren Roman“, der schon im Titel Zweifel an dem Genre aufkommen lässt, spielt Poschenrieder wieder einmal gekonnt mit Fakes, die Wahrheit sein könnten, und mit Tatsachen, die wie Fakes wirken. In erster […]</p>
Silvia Matras
25. Feb. 20202 Min. Lesezeit
Richard Teschners Figurenspiegel: Karneval
<p>Theatermuseum Wien im Palais Lobkowitz Es war ein freudiges Wiedersehen mit all den zarten Figuren aus Teschners „Wunderkammer“. Das Thema „Karneval“ ist nur vordergründig zu verstehen. Eher könnte man die Performance als eine Mantel- und Degenkomödie im Rokokostil deuten. In dem kleinen, fast intimen Salon im ersten Stock des Theatermuseums bleiben Hektik und Stress ausgesperrt. […]</p>
Silvia Matras
24. Feb. 20202 Min. Lesezeit
Joseph Lorenz: Ich, Casanova. 2. Teil
<p>Wieder war der Andrang groß. Im „Theater im Salon“ hatte nicht einmal mehr der kleinste Sessel Platz. Wenn Lorenz liest, dann kommen alle. Und alle passen halt nicht in den Raum, der gerade einmal fünfzig Plätze hat. Also nun: Fortsetzung des spannenden Lebens von Casanova. Einmal mehr fragt man sich, wie sich Joseph Lorenz durch […]</p>
Silvia Matras
24. Feb. 20202 Min. Lesezeit
bottom of page