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Willkommen
auf dem bunten Kulturmarkt von Silvia Matras.
Ich bin immer neugierig, nie objektiv, dafür ehrlich!
Ich schreibe mehr aus der Seele als aus dem Kopf.
Puccini: La fanciulla del West <br>Live aus der Met in New York
<p>Was für ein Abend! Noch nie zuvor hörte und sah man derart intensive Sänger-Darsteller. Allen voran Eva Maria Westbroek als Minnie, die Wirtin der Goldgräberschenke. Sie ziselierte diesen Charakter mit unglaublicher Intensität und Wandlungsfähigkeit. Keine Spur von resoluter Schenkenwirtin, wie Nina Stemme sie zeichnet. Eher ein Mädchen, das mit seiner treuen Fürsorge um „ihre“ wilden […]</p>
Silvia Matras
29. Okt. 20181 Min. Lesezeit
Dennis Lehane: Der Abgrund in dir<br>Aus dem Amerikanischen von Steffen Jacobs und Peter Torberg. Diogenes Verlag
<p>Der Autor packt in den 500-Seiten starken Krimi alles hinein, was gerade im Krimi- und Belletristikgenre en vogue ist: 1. Die Protagonistin Rachel geht nach dem Tod ihrer Mutter auf Vatersuche – nicht sehr logisch, warum nicht zu Lebzeiten der Mutter.? Das Waisenkind, der Jugendliche ohne Vater – ein beliebtes Motiv in der amerikanischen Literatur. […]</p>
Silvia Matras
27. Okt. 20182 Min. Lesezeit
Le nozze di Figaro <br>Wiener Staatsoper 12. Oktober 2018
<p>Schade um die schönen Stimmen! Erwin Schrott als Graf Almaviva, Chen Reiss als Susanna, Riccardo Fassi als Figaro und Svetlina Stoyanova als Cherubino bemühten sich redlich, diese Burleske mit Anstand über die Bühne zu bringen. Der Dirigent Sascha Goetzel ebenso. Aber was konnten alle gegen eine platte Burleske-Inszenierung tun? Jean Louis Martinotys Regie und Hans […]</p>
Silvia Matras
13. Okt. 20181 Min. Lesezeit
Petra Piuk: Toni und Moni. Verlag Kremayr & Scheriau
<p>Heimatromane, Dorfgeschichten haben eine lange Tradition. Zu den besten zählen wohl die Novellen von Marie Ebner von Eschenbach. Sie war eine genaue Beobachterin und kritisierte vor allem die Herzlosigkeit der Oberschicht. Einen liebevoll-verständnisvollen Blick hatte sie für die „kleinen Leute“, deren Nöte sie nur allzu gut verstand. Einen ähnlichen Blick mit Herz und Verstand und […]</p>
Silvia Matras
11. Okt. 20182 Min. Lesezeit
Verena Stauffer: Orchis. Verlag Kremayr&Scheriau
<p>Ein Romanerstling, der einiges verspricht., Wenn die Autorin einmal ihre ausufernde Sprachphantasie in etwas kontrolliertere Bahnen lenkt, dann darf man in Zukunft einige aufregende Texte von ihr erwarten. Deutschland, Mitte des 19. Jh., im Erzgebirge. Dort wohnt der Orchideenforscher Anselm – noch immer bei seinen wohlhabenden Eltern. Er ist von der Idee besessen, die seltene […]</p>
Silvia Matras
8. Okt. 20182 Min. Lesezeit
Ein Sonntag im Theater: Matinée mit Joseph Lorenz und Marcus Bluhm<br>Am Nachmittag : Die Reise der Verlorenenen . Am 7. Oktober im Theater in der Josefstadt
<p>Der Sonntag im Theater in der Josefstadt begann mit einer Matinée. Eva Maria Klinger stellte mit viel Charme und Humor zwei „Neulinge“ im Ensemble vor: Marcus Bluhm und Joseph Lorenz. „Beide sind keine Jungspunds“, meinte sie lächelnd. Beide etwa im Alter zwischen 50 und 60 haben vieles gemeinsam: sie haben eine gelungene Karriere hingeschmissen und […]</p>
Silvia Matras
8. Okt. 20182 Min. Lesezeit
Liessmann: Die kleine Unbildung. Gezeichnet von Nicolaus Mahler. Zsolnay Verlag
<p>Eine köstliche Kurzfassung von Liessmanns Scheltensammlung: Bildung als Provokation (ebenfalls Zsolnay). Da beutelt uns Liessmann ganz schön her, packt unser eingerostetes Denken beim Schopf.. Unterstützt von Nicolaus Mahlers Zeichnungen, der uns Lesern die Dummheit in der Welt und die eigene Dummheit mit kräftigen Strichen vor Augen führt. Witzig, provokant, unterhaltsam allemal. Liessmann weckt uns auf, […]</p>
Silvia Matras
3. Okt. 20181 Min. Lesezeit
Colm Tóibín: Marias Testament <br>Eine Aufführung der Hamburger Kammerspiele im Theater in der Josefstadt
<p>Regisseur Elmar Goerden bearbeitete den Roman des irischen Autors Colm Tóibín für die Bühne, immer im Hinblick auf die Besetzung Marias durch Nicole Heesters. In Hamburg feierte das Publikum die Schauspielerin mit standig ovations. Nun also ist „Marias Testament“ im Theater in der Josefstadt zu sehen. Maria steht allein auf der Bühne, unsichtbar bedroht von […]</p>
Silvia Matras
1. Okt. 20182 Min. Lesezeit
Brecht: Der gute Mensch von Sezuan. Landestheater Niederösterreich
<p>Es regnet, es regnet – wer kauft bei der Wasserflut dem Wasserverkäufer noch Wang Wasserflaschen ab? In seiner Verzweiflung hofft er auf das Erscheinen der Götter, die in der Stadt Sezuan erwartet werden. Die sind auf der Suche nach einem guten Menschen – bisher überall erfolglos. Die Prostituierte Shen Te bietet ihnen eine Unterkunft an […]</p>
Silvia Matras
1. Okt. 20182 Min. Lesezeit
Ballett „Giselle“ nach der Choreografie von Tschernischova an der Wiener Staatsoper
<p>Giselle ist ein heikle Rolle – sie verlangt von der Tänzerin Einfühlungsvermögen und ein Gespür für „too much“. Nur die besten Ballerinas haben sich an diese Rolle gewagt und darin reüssiert, zum Beispiel Anna Pawlowna Pawlowa. Und Olga Esina in dieser Rolle ist ein unübertroffenes Tanzwunder! Ihre Interpretation ist feinsinnig, jede kleine Geste spricht von […]</p>
Silvia Matras
27. Sept. 20182 Min. Lesezeit
Barbara Rieger, Bis ans Ende, Marie. Kremayr&Scheriau
<p>Barbara Rieger wird zur so genannten jungen Literatur gezählt. Und in mir entsteht der Verdacht – nach einigen Romanen dieses Genres und vielen Stunden, die ich mit Lesen dieser verbrachte, dass junge Literatur zumeist sich aus folgenden Verben zusammensetzt: ficken, kotzen, saufen, kiffen. Nun aber etwas ernster: Die Icherzählerin -jeder 2. Satz beginnt mit „Ich“ […]</p>
Silvia Matras
26. Sept. 20181 Min. Lesezeit
Wiener Staatsballett: Ein Sommernachtstraum. Volksoper
<p>Um es gleich auf den Punkt zu bringen: Unterhaltsam, kraftvoll, witzig, seine Sprünge gut in der Rolle fixiert, seine Mimik und Gestik als Puck voll erfüllend war an diesem Abend: Richard Szabo. Er sorgte dafür (mit den kleinen Glühwürmchen-Elfen) dass das Publikum bei der Stange blieb und die endlos langen und langweiligen Gruppentänzchen – alle […]</p>
Silvia Matras
24. Sept. 20181 Min. Lesezeit
Festspielhaus St. Pölten: Acosta Danza und das Tonkünstler Orchester Niederösterreich: Carlos Acosta a Celebration
<p>In dem 4-teiligen Abend konnte die weltbekannte Gruppe „Acosta Danza“ ihre Vielseitigkeit unter Beweis stellen. In „Punta a Cabo“ bringt die Gruppe ihre Stärke im Streetdance à la Westside-Story an. Unter der Choreographie von Alexis Fernandez erlebt man vor der Videowand, die vielleicht Havanna und die Promenade El Malecon zu verschiedenen Tageszeiten zeigt, die vitalen […]</p>
Silvia Matras
23. Sept. 20182 Min. Lesezeit
Staatsoper: Solistenkonzert Günther Groissböck. Am Flügel Gerold Huber
<p>Nicht gerade häufig ist Günther Groissböck an der Staatsoper zu hören. Als König Heinrich im Lohengrin zum Saisonende und vor Jahren als Wassermann in Rusalka. Daher war der Liederabend eine gute Gelegenheit, diesen exzellenten Bass wieder zu erleben. Im ersten Teil waren die „Vier ersten Gesänge“ von J. Brahms und Robert Schuhmanns „Liederkreis op.39“ zu […]</p>
Silvia Matras
23. Sept. 20181 Min. Lesezeit
Theater in der Josefstadt: Der Gott des Gemetzels (Yasmina Reza)
<p>Herbert Föttingers gewagtes Rezept, bekannte Vorlagen aus Film und Theater neu aufzustellen, ist auch diesmal wieder aufgegangen. Theaterbegeisterte erinnern sich an die Aufführung im Burgtheater aus 2008 mit Maria Happel, Annette Christiane Pölnitz, Joachim Meyerhoff oder an die Verfilmung (2011) mit Christopher Waltz, Judie Foster, Kate Winslet, John Relley. Da wie dort – große Schauspielkunst. […]</p>
Silvia Matras
17. Sept. 20182 Min. Lesezeit
Mephisto nach dem Roman von Klaus Mann. Burgtheater
<p>Der Regisseur Bastian Kraft hat sich viel vorgenommen – in manchen Szenen zu viel. Der Roman von Klaus Mann (Sohn von Thomas Mann) war in den 1920er Jahren mit dem Schauspieler Gustaf Gründgens befreundet. Seine Schwester Erika Mann war kurz sogar mit Gründgens verheiratet. Aus der Freundschaft wurde Distanz, um nicht zu sagen Verachtung. Verachtung […]</p>
Silvia Matras
14. Sept. 20182 Min. Lesezeit
Grafenegg Festival: Sächsische Staatskapelle Dresden: Prokofjew und Mahler
<p>Ein Programmkonzept, das immer aufgeht: Vor der Pause ein Violinkonzert mit einer tollen Geigerin und viel Gefühl, nach der Pause die Wucht einer Symphonie. So vor einer Woche mit der sensationellen Geigerin Hilary Hahn, die das Violinkonzert von Sibelius spielte und das Publikum intensiv mitnahm, danach Beethovens 5. Diesmal spielte die aus Georgien stammende junge […]</p>
Silvia Matras
9. Sept. 20182 Min. Lesezeit
Evelyn Waugh; Expedition eines englischen Gentleman. Diogenes. Aus dem Englischen: Matthias Fienbork
<p>Der Autor und Reisejournalist Evelyn Waugh reiste im Oktober 1930 nach Addis Abeba, um über die Krönung Haile Selassies zum König von Äthiopien zu berichten. Für mich ist dieses Buch eine Reise in die Vergangenheit meiner eigenen Vergangenheit. Nein, ich bin noch nicht so alt, dass ich dieses Ereignis hätte miterleben können. Aber die beschriebenen […]</p>
Silvia Matras
3. Sept. 20182 Min. Lesezeit
Lucía Puenzo, Die man nicht sieht. Wagenbach
<p>Dem Wagenbach-Verlag muss großes Lob gespendet werden, weil er sich um junge Literatur, insbesondere um lateinamerikanische Erzählerinnen bemüht. Lucía Puenzo, geboren 1976 in Buenos Aires, gehört zu den erfolgreichsten Schriftstellerinnen Argentiniens. Als Filmemacherin heimste sie beim Filmfestival in Cannes für ihren Debütfilm „XXY“ viele Preise ein. Auch als Romanautorin ist sie äußerst erfolgreich. Mit dem […]</p>
Silvia Matras
2. Sept. 20182 Min. Lesezeit
„Maslans Frau“ + „Tiefer als der Tag“ im „Thalhof wortwiege“, Reichenau an der Rax.
<p>loniGroßartig die Novelle „Maslans Frau“ von Marie von Ebner-Eschenbach und großartig Petra Gstrein in der Rolle der Evi, Maslans Frau!Diese hochdramatische Novelle erzählt sehr leise von Liebe, Leidenschaft, Raserei, Verzeihen. Es war ein Leichtes, das Werk zu dramatisieren, denn Marie von Ebner-Eschenbach schrieb es in lebendigen, intensiven Dialogen. Anna Maria Krassnigg/Anna Poloni folgt in der […]</p>
Silvia Matras
27. Aug. 20182 Min. Lesezeit
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