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Willkommen
auf dem bunten Kulturmarkt von Silvia Matras.
Ich bin immer neugierig, nie objektiv, dafür ehrlich!
Ich schreibe mehr aus der Seele als aus dem Kopf.
Daniel Glattauer: Vier Stern Stunden. Kammerspiele
<p>Natürlich denkt man sofort an Schnitzlers „Reigen“, insbesondere an die Szene „Das süße Mädel und der Dichter“. Glattauer dreht jedoch die Verhältnisse um: Das süße Mädel ist gar nicht süß. Martina Ebm als Lisa ist frech, selbstbewusst, vor allem jung und heizt dem um Jahrzehnte älteren und arroganten Dichter Frederic Trömerbusch (August Zirner) ganz ordentlich […]</p>
Silvia Matras
9. Dez. 20182 Min. Lesezeit


LANZAROTE -Insel der Kontraste
<p>Lanzarote ist eine Herausforderung. Die Insel aus Lava und Asche fasziniert mit ihrer herben Schönheit nicht jeden, zumindest nicht auf den ersten Blick. Doch wer einmal durch die karge Vulkanlandschaft gewandert ist, verspürt die Kraft, die diese Insel ausströmt. Vor vielen Millionen Jahren formten sich aus den glühenden Lavamassen die Vulkane, die nie zur Ruhekamen. […]</p>
Silvia Matras
5. Dez. 20183 Min. Lesezeit
Cirque Alfonse: Tabarnak
<p>Festspielhaus St. Pölten Ein herrlicher Spaß auf hohem Niveau! Zunächst beginnt alles sehr harmlos: Auf der Bühne – eine Familienidylle: Kleinkinder spielen, Frauen und Männer stricken, häkeln und sticken. Eine ganze Weile. Langsam verändert sich das Bühnenbild, ein Glaskirchenfenster wird hochgezogen, die Möbel werden zu einer Art Empore aufgebaut, auf der sich die Musiker etablieren. […]</p>
Silvia Matras
3. Dez. 20181 Min. Lesezeit
Michal Hvorecky: TROLL
<p>Aus dem Slowakischen von Mirko Kraetsch. Tropen Verlag Michal Hvorecky, geboren 1976 in Bratislava, ist Autor, Journalist und engagierter Kämpfer für die Pressefreiheit und gegen antidemokratische Bestrebungen. In dem Roman „Troll“ führt er uns die allzu nahe Zukunft vor Augen: Die EU – lahme Ente, die Trolle im Internet beherrschen das politische Geschehen im „Reich“ […]</p>
Silvia Matras
3. Dez. 20182 Min. Lesezeit
Im Fieberrausch der Töne. Theater Akzent
<p>Sona Mac Donald und Joseph Lorenz lasen aus dem berühmten Briefwechsel zwischen Peter Tschaikowski und Nadesha von Meck. Am Klavier: Boris Bloch. Silvia Adler, Gesangspädagogin in Darmstadt, wählte aus den 1200 Briefen, die sich die beiden zwischen 1876 und 1890 schrieben, besonders diejenigen aus, die das langsame Vertrautwerden, den Höhepunkt ihrer Beziehung und das Abflauen […]</p>
Silvia Matras
18. Nov. 20182 Min. Lesezeit


Margret Greiner, Sophie Taeuber-Arp. Romanbiografie. ZytgloggeVerlag
<p>Margret Greiner ist Expertin für Künstler-Romanbiografien. Dank intensiver Recherchen und einer feinen Feder veröffentlichte sie bereits einige Porträts interessanter Frauen, wie Emilie Flöge, Charlotte Salomon oder Margrethe Stonborough-Wittgenstein. Nun also Sophie Taeuber-Arp, die wenig bekannt ist und doch zu ihrer Zeit großen Einfluss auf die Dada-Bewegung, die Anerkennung des Kunsthandwerkes als Teil der Kunst und […]</p>
Silvia Matras
15. Nov. 20182 Min. Lesezeit


Wiener Staatsoper: Ballett Sylvia nach der Musik von Léo Delibes
<p>Am 13. November war Olga Esina in der Rolle der Nymphe Sylvia zu erleben. Und es wurde, wie erwartet, ein großartiges Erlebnis. Die Choreografie des Ballettchefs Manuel Legris, die wunderbare Musik von Léo Delibes, einfühlsam dirigiert von dem erfahrenen Ballettmusikkenner Kevin Rhodes, und die Gesamtleistung des Ensembles ergaben einen runden, in sich stimmigen, sehr romantischen […]</p>
Silvia Matras
14. Nov. 20182 Min. Lesezeit
Dürrenmatt: Der Besuch der alten Dame. Theater in der Josefstadt
<p>Dürrenmatts alte Dame hat wieder einmal Hochkonjunktur. Im Burgtheater versucht Maria Happel sie nicht ganz überzeugend darzustellen, im ORF konnte man Christiane Hörbiger in einem Film aus 2008 als das weichgespülte Monster sehen. Nun also die Inszenierung von Stephan Müller mit Andrea Jonasson in der Hauptrolle. Ein Vergleich der beiden Darstellerinnen Hörbiger und Jonasson zeigt […]</p>
Silvia Matras
12. Nov. 20182 Min. Lesezeit
Volker Hage<br> Des Lebens fünfter Akt<br>Luchterhand Verlag
<p>Für alle, die sich für die Literatur um und nach 1900 und für Arthur Schnitzler interessieren, ist dieses Buch ein MUSS. Volker Hages biografischer Roman über Schnitzlers drei letzten Lebensjahre ist ein Seelenporträt vom Feinsten. Obwohl der Autor bis in die tiefsten Gedanken Schnitzlers dringt, wird er nie gefühlig, sondern wahrt immer die notwendige Distanz.</p>
Silvia Matras
31. Okt. 20182 Min. Lesezeit
Lea Singer: <br>Die Poesie der Hörigkeit. <br>Hoffmann und Campe Verlag
<p>Man erkennt den Stil der Autorin nicht wieder. Wer etwa die Romanbiografie „Konzert für die linke Hand“ über Paul Wittgenstein gelesen hat, der glaubt es kaum, dass „Die Poesie der Hörigkeit“ von derselben Autorin stammt. Sprachlich absichtlich bis manchmal zum Unverständnis verknappte Satzstrukturen machen dem Leser Mühe, die Zusammenhänge zwischen den einzelnen Sätzen zu verstehen. […]</p>
Silvia Matras
29. Okt. 20181 Min. Lesezeit
Puccini: La fanciulla del West <br>Live aus der Met in New York
<p>Was für ein Abend! Noch nie zuvor hörte und sah man derart intensive Sänger-Darsteller. Allen voran Eva Maria Westbroek als Minnie, die Wirtin der Goldgräberschenke. Sie ziselierte diesen Charakter mit unglaublicher Intensität und Wandlungsfähigkeit. Keine Spur von resoluter Schenkenwirtin, wie Nina Stemme sie zeichnet. Eher ein Mädchen, das mit seiner treuen Fürsorge um „ihre“ wilden […]</p>
Silvia Matras
29. Okt. 20181 Min. Lesezeit
Dennis Lehane: Der Abgrund in dir<br>Aus dem Amerikanischen von Steffen Jacobs und Peter Torberg. Diogenes Verlag
<p>Der Autor packt in den 500-Seiten starken Krimi alles hinein, was gerade im Krimi- und Belletristikgenre en vogue ist: 1. Die Protagonistin Rachel geht nach dem Tod ihrer Mutter auf Vatersuche – nicht sehr logisch, warum nicht zu Lebzeiten der Mutter.? Das Waisenkind, der Jugendliche ohne Vater – ein beliebtes Motiv in der amerikanischen Literatur. […]</p>
Silvia Matras
27. Okt. 20182 Min. Lesezeit
Le nozze di Figaro <br>Wiener Staatsoper 12. Oktober 2018
<p>Schade um die schönen Stimmen! Erwin Schrott als Graf Almaviva, Chen Reiss als Susanna, Riccardo Fassi als Figaro und Svetlina Stoyanova als Cherubino bemühten sich redlich, diese Burleske mit Anstand über die Bühne zu bringen. Der Dirigent Sascha Goetzel ebenso. Aber was konnten alle gegen eine platte Burleske-Inszenierung tun? Jean Louis Martinotys Regie und Hans […]</p>
Silvia Matras
13. Okt. 20181 Min. Lesezeit
Petra Piuk: Toni und Moni. Verlag Kremayr & Scheriau
<p>Heimatromane, Dorfgeschichten haben eine lange Tradition. Zu den besten zählen wohl die Novellen von Marie Ebner von Eschenbach. Sie war eine genaue Beobachterin und kritisierte vor allem die Herzlosigkeit der Oberschicht. Einen liebevoll-verständnisvollen Blick hatte sie für die „kleinen Leute“, deren Nöte sie nur allzu gut verstand. Einen ähnlichen Blick mit Herz und Verstand und […]</p>
Silvia Matras
11. Okt. 20182 Min. Lesezeit
Verena Stauffer: Orchis. Verlag Kremayr&Scheriau
<p>Ein Romanerstling, der einiges verspricht., Wenn die Autorin einmal ihre ausufernde Sprachphantasie in etwas kontrolliertere Bahnen lenkt, dann darf man in Zukunft einige aufregende Texte von ihr erwarten. Deutschland, Mitte des 19. Jh., im Erzgebirge. Dort wohnt der Orchideenforscher Anselm – noch immer bei seinen wohlhabenden Eltern. Er ist von der Idee besessen, die seltene […]</p>
Silvia Matras
8. Okt. 20182 Min. Lesezeit
Ein Sonntag im Theater: Matinée mit Joseph Lorenz und Marcus Bluhm<br>Am Nachmittag : Die Reise der Verlorenenen . Am 7. Oktober im Theater in der Josefstadt
<p>Der Sonntag im Theater in der Josefstadt begann mit einer Matinée. Eva Maria Klinger stellte mit viel Charme und Humor zwei „Neulinge“ im Ensemble vor: Marcus Bluhm und Joseph Lorenz. „Beide sind keine Jungspunds“, meinte sie lächelnd. Beide etwa im Alter zwischen 50 und 60 haben vieles gemeinsam: sie haben eine gelungene Karriere hingeschmissen und […]</p>
Silvia Matras
8. Okt. 20182 Min. Lesezeit
Liessmann: Die kleine Unbildung. Gezeichnet von Nicolaus Mahler. Zsolnay Verlag
<p>Eine köstliche Kurzfassung von Liessmanns Scheltensammlung: Bildung als Provokation (ebenfalls Zsolnay). Da beutelt uns Liessmann ganz schön her, packt unser eingerostetes Denken beim Schopf.. Unterstützt von Nicolaus Mahlers Zeichnungen, der uns Lesern die Dummheit in der Welt und die eigene Dummheit mit kräftigen Strichen vor Augen führt. Witzig, provokant, unterhaltsam allemal. Liessmann weckt uns auf, […]</p>
Silvia Matras
3. Okt. 20181 Min. Lesezeit
Colm Tóibín: Marias Testament <br>Eine Aufführung der Hamburger Kammerspiele im Theater in der Josefstadt
<p>Regisseur Elmar Goerden bearbeitete den Roman des irischen Autors Colm Tóibín für die Bühne, immer im Hinblick auf die Besetzung Marias durch Nicole Heesters. In Hamburg feierte das Publikum die Schauspielerin mit standig ovations. Nun also ist „Marias Testament“ im Theater in der Josefstadt zu sehen. Maria steht allein auf der Bühne, unsichtbar bedroht von […]</p>
Silvia Matras
1. Okt. 20182 Min. Lesezeit
Brecht: Der gute Mensch von Sezuan. Landestheater Niederösterreich
<p>Es regnet, es regnet – wer kauft bei der Wasserflut dem Wasserverkäufer noch Wang Wasserflaschen ab? In seiner Verzweiflung hofft er auf das Erscheinen der Götter, die in der Stadt Sezuan erwartet werden. Die sind auf der Suche nach einem guten Menschen – bisher überall erfolglos. Die Prostituierte Shen Te bietet ihnen eine Unterkunft an […]</p>
Silvia Matras
1. Okt. 20182 Min. Lesezeit
Ballett „Giselle“ nach der Choreografie von Tschernischova an der Wiener Staatsoper
<p>Giselle ist ein heikle Rolle – sie verlangt von der Tänzerin Einfühlungsvermögen und ein Gespür für „too much“. Nur die besten Ballerinas haben sich an diese Rolle gewagt und darin reüssiert, zum Beispiel Anna Pawlowna Pawlowa. Und Olga Esina in dieser Rolle ist ein unübertroffenes Tanzwunder! Ihre Interpretation ist feinsinnig, jede kleine Geste spricht von […]</p>
Silvia Matras
27. Sept. 20182 Min. Lesezeit
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